Richtig planen
Es ist hilfreich, den Tag einzuteilen, die Woche zu planen und den Monat im Blick zu haben.
Die wichtigsten Aufgaben sind ausgewählt – doch was passiert mit den weniger wichtigen? Wie lassen sich alle Aufgaben der To-do-Liste so erledigen, dass die Tage gut eingeteilt sind?
Die ALPEN-Methode
Wer einen hohen Berg besteigen will, benötigt eine ausreichende Planung. Mithilfe der ALPEN-Methode lässt sich innerhalb von 5-15 Minuten ein Tagesplan erstellen. Ein Tagesplan unterstützt dabei, die Aufgaben geordnet abzuarbeiten. Am Ende des Arbeitstags lässt sich überprüfen, ob alles geschafft wurde. Dies hilft zu verhindern, dass das Kind tagsüber wenig motiviert vor dem Mathebuch sitzt und abends das Gefühl hat, nichts geschafft zu haben.
Wie funktioniert die ALPEN-Methode?

Hinweise und Tipps: Länge schätzen
Wenn es schwer fällt, die Zeitdauer einzuschätzen, dann kann Ihr Kind eine Woche lang ein Zeittagebuch führen. Hier hält Ihr Kind fest, wie lange es für welche Aufgabe benötigt. Das hilft auch dabei, Zeitfresser zu finden und gezielt Bereiche zu finden, in denen Zeit gekürzt werden kann (z. B. Fernsehen).
Für wen ist diese Methode geeignet?
Die ALPEN-Methode ist insbesondere für Menschen gut geeignet, die dazu neigen, sich zu verzetteln oder den Überblick über ihre Aufgaben zu verlieren. Wem es schwerfällt, die Balance zwischen Schule und Freizeit zu halten, kann den Alltag besser strukturieren.
Mit der Methode lässt sich gut ein Tages- oder ein Wochenplan erstellen, für eine längerfristige Planung ist sie nicht geeignet. Deshalb ist es empfehlenswert, dass die Schülerinnen und Schüler zudem einen Kalender mit allen wichtigen Terminen für Prüfungen, Präsentationen etc. führen.

Interessant: Wieso eigentlich "Alpen-Methode“?
Diese Methode hat außer dem gleichen Namen nichts mit den schönen Bergen in Mitteleuropa zu tun. Der Begründer der Methode ist der Wirtschaftswissenschaftler und Experte für Zeitmanagement Lothar Seiwert.
Wie kann die ALPEN-Methode einfach umgesetzt werden?
Für die Methode benötigen die Schülerinnen und Schüler nur Stift und Papier. Allerdings muss dann die To-do-Liste für jeden Tagesplan neu geschrieben werden. Digitale Anwendungen sind in diesem Bereich von Vorteil, weil die Nutzerinnen und Nutzer Aufgaben leicht in den nächsten Tag verschieben können. Zudem können sie Erinnerungen erstellen und behalten besser den Überblick, was sie schon alles erledigt haben.

Hinweise und Tipps: Digitale Notizen
Bei digitalen Pinnwänden oder digitalen Notizen-Apps können die Nutzerinnen und Nutzer Aufgaben anlegen und mit verschiedenen Optionen (z. B. Fälligkeitsdatum, Tags, Checklisten, Anhänge) verwalten.
Text: Knaf, Joachim | Digitales Lernen für Eltern © Dorling Kindersley Verlag München, 2022
Bilder und Grafiken: istock.com/FabrikaCr | istock.com/SerrNovik | istock.com/vladwel
Abbildungsnachweis
- Bildnachweis zum Vorschaubild der Seite: © istock.com/katleho Seisa
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