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  • Aktuelles
  • Wie lernt mein Kind gut mit einem digitalen Gerät?

Kapitel 1

Vorwissen und Kompetenzerweiterung

Kapitel 2

Das 4K-Modell

Kapitel 3

Nachhaltig Lernen

Kapitel 4

Selbstkompetenzen

Kapitel 5

Mobiles Lernen

Kapitel 6

Impulskontrolle

Kapitel 7

Fokussiert bleiben

Kapitel 8

Multitasking

Kapitel 9

Wissenschaftliche Studien

Kapitel 10

Differenzierung

Kapitel 11

Digitale Lernaufgaben

Kapitel 12

Lernplattform kennenlernen

Kapitel 13

Ergonomischer Arbeitsplatz

Kapitel 14

Technik am Arbeitsplatz

Kapitel 15

Datenschutz

Selbstkompetenzen

Es bedarf einiger persönlicher Eigenschaften, um in der digitalen Welt erfolgreich zu agieren.

Eltern sollten ihre Kinder intensiv bei der Entwicklung von Selbstkompetenzen unterstützen. Ein erster Schritt ist, die Selbsteinschätzung zu fördern und dem Kind bei der Selbstdiagnose seiner Stärken und Schwächen zu helfen. Durch  Ausprobieren erfahren Kinder ihre Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrung fördert die Motivation.

Wie können Eltern ihre Kinder bei der Entwicklung von Selbstkompetenzen unterstützen?

Disziplin und Frustrationstoleranz sind uns nicht in die Wiege gelegt. Das müssen sie auch nicht, denn jedes Kind ist dazu fähig, Selbstkompetenzen zu erlernen.

Die Entwicklung der Selbstkompetenzen beginnt im Kindesalter und erstreckt sich über das ganze Leben. Die Eltern können den Lernprozess unterstützen, indem sie ihren Kindern die Möglichkeit geben, sich in bestimmten Situationen als selbstwirksam wahrzunehmen. Sie sollten also nicht etwa die Lösung für ein Problem vorgeben, sondern ihren Kindern eigene Wege für Problemlösungen ermöglichen.

Zudem sollte sie der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe weder überfordern noch unterfordern. Ansonsten könnte das Kind eine negative Selbstkompetenz erfahrung machen. Das Ziel muss demnach erkennbar sowie erreichbar sein.

Frustrationstoleranz

Mit Frustrationstoleranz ist die Einstellung gemeint, mit der man Enttäuschungen und Schwierigkeiten begegnet. Dieser Begriff wurde bereits im Jahr 1938 von Saul Rosenberg geprägt. Mangelnde Frustrationstoleranz bedeutet, dass das selbstständige Lernen und Arbeiten schnell beendet wird, sobald sich (auch vermeintliche) Schwierigkeiten in den Weg stellen.

Kompetenzen: Wissen und Fähigkeiten nutzen, um konkrete und praktische Probleme zu lösen

Es gibt unterschiedliche Kompetenzfelder. In der Schule stehen die fachlich-methodischen Kompetenzen im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler lernen beispielsweise im Mathematikunterricht eine Formel, um sie dann anschließend richtig anzuwenden.

Selbstverständlich lernen die Kinder auch soziale Kompetenzen in der Schule, etwa während Gruppenarbeiten oder Projektwochen. Dabei müssen sie gemeinsam eine Aufgabe bearbeiten und dabei Verhaltensregeln anwenden oder Konflikte lösen.

Ein weiterer zentraler Kompetenzbereich, der in der Schule gefördert wird, sind die Selbstkompetenzen. Darunter versteht man Fähigkeiten, die sich auf die eigene Persönlichkeit beziehen, z. B. Humor, Selbstdisziplin oder Kritikfähigkeit.

Wenn alle Kompetenzfelder ineinandergreifen, sind die Kinder in der Lage, komplexe Probleme zu lösen. Die angestrebte Handlungskompetenz ist erreicht.

Eine starke Persönlichkeit baut auf mehreren Säulen auf.
Kritik annehmen, mit Misserfolgen umgehen
Stärken und Schwächen wahrnehmen, Fortschritte erkennen und wertschätzen, selbstkritisch sein
Neugierde entfalten, aus eigenem Antrieb Aufgaben übernehmen, sich engagieren
Dranbleiben, auch wenn man gerade keine Lust hat oder es keinen Spaß macht
Eigene Lern- und Verhaltensziele setzen, Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen

Knaf, Joachim |  Digitales Lernen für Eltern © Dorling Kindersley Verlag München, 2022 

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