Kommunikation mit Eltern

1. Wie kann man den Eltern die organisatorischen Grundlagen des Ganztagsablaufs kommunizieren (z. B. Tagesstruktur, Freizeitangebote)?
Um Missverständnissen vorzubeugen, müssen ausländische Eltern über die umfangreichen organisatorischen Grundlagen des Ganztagsablaufs informiert werden. Auf diese Weise wird das Verständnis der schulischen Abläufe gesichert und die Schule eröffnet einen Einstieg in eine gelingende Erziehungspartnerschaft.
Im Idealfall begegnet man nicht deutsch sprechenden Elternteilen auf verschiedenen Kommunikationsebenen. Dabei ist auf Verständlichkeit zu achten, indem so viele Sprachen wie möglich berücksichtigt werden (z. B. eventuell Rückgriff auf Englisch) bzw. die Visualisierung wichtiger Inhalte erfolgt.

Mögliche Kommunikationswege:
  • mehrsprachige Elternbriefe
  • mehrsprachige Informationsveranstaltung
  • mehrsprachige Homepage / Informationstafeln
  • Bilderfolge für Tagestruktur und Schulhausordnung
  • Elternbesuche im Ganztagsalltag

Elternflyer mit grundlegenden schulischen Informationen
2. Wie organisiert man eine kontinuierliche Kommunikationsstruktur mit den Eltern, um die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Ganztag gemeinsam zu unterstützen (Erziehungspartnerschaft)?
  • Rückmeldungen zu allen schulischen Bereichen (z. B. Organisatorisches, Sozialverhalten, Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung) können z. B. über ein Mitteilungs- oder Hausaufgabenheft regelmäßig erfolgen. Vor allem am Anfang können Symbole in Verbindung mit einfachen Feedbacks zum Verständnis beitragen.

Beispiel:
  • „Tür-und Angelgespräche“, um Vertrauen aufzubauen
  • Unterstützungder Eltern beim Erlernen der deutschen Sprache, z. B. durch Hinweise auf Elternsprachlernprogrammewie z. B. „Mama lernt Deutsch“, Teilnahme an schulischen Aktionen oderProjekten
  • kontinuierlicheRückmeldung durch Sprechstundentermine
  • klassenintern und klassen-/jahrgangsübergreifend Eltern aus gleichen Sprachräumen identifizieren und Kontaktangebot / Vermittlungsangebot machen
3. Wie kann die Partizipation ausländischer Eltern von Seiten der Ganztagsschule unterstützt werden?
V.a. Ganztagsschulen sollten Räume schaffen, die dazu beitragen, den Austausch zwischen den Familien der Kinder und so auch private Kontakte zu fördern.

Beispiele:
  • Elterncafés
  • Elternräume
  • Elternkochschulen
  • Eltern beraten Eltern (z. B. Elternlotsen)
  • sprachliche Unterstützung (z. B. gegenseitiges Dolmetschen)
  • Eltern gestalten die Schule und Ereignisse mit (z. B. Feste, interkulturelle Unterrichtseinheiten, die auch den Eltern den Raum geben, die eigene Kultur individuell vorzustellen)

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