Verkehrserziehung
Verkehrserziehung begleitet Kinder und Jugendliche in Bayern auf ihrem Weg zu sicheren, selbstständigen und verantwortungsvollen Verkehrsteilnehmern. Sie setzt früh ein und knüpft an die Entwicklung von Wahrnehmung, Motorik und Urteilsfähigkeit an. Die Verkehrserziehung verbindet viele Bereiche des schulischen Lernens: vom sicheren Schulweg über die Radfahrausbildung bis hin zu Projekten rund um Erste Hilfe, Mobilität und Prävention.
Als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel fördert sie Wahrnehmung, Rücksichtnahme sowie verantwortungsbewusstes Handeln und unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, Gefahren richtig einzuschätzen, partnerschaftlich zu handeln und Umwelt- und Gesundheitsaspekte mitzudenken. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie Polizei, Verkehrswacht und Unfallkassen lernen Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt, Risiken zu erkennen, kompetent zu reagieren und sich sicher im Alltag zu bewegen. So trägt Verkehrserziehung dazu bei, dass junge Menschen Mobilität nicht nur nutzen, sondern aktiv, umsichtig und nachhaltig gestalten – und damit ihre Lebenswirklichkeit entscheidend prägen.
Seminar Bayern für Verkehrs- und Sicherheitserziehung (VSE)
Das Seminar Bayern für Verkehrs- und Sicherheitserziehung (VSE) der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen bietet Lehrkräften praxisnahe Fortbildungen, Materialien und aktuelle Orientierung für eine wirksame Verkehrserziehung. Von Schulwegsicherheit über Radfahren bis hin zu Prävention und Erste Hilfe unterstützt es Schulen dabei, Mobilitätsbildung fest im Alltag zu verankern. Mit digitalen Tools wie VEO und starken Partnern leistet das VSE einen wichtigen Beitrag zur sicheren und verantwortungsbewussten Mobilität junger Menschen.
Verkehrserziehung in der Grundschule
Der Weg zur Schule markiert für viele Kinder den Beginn ihrer selbstständigen Mobilität. Die schulische Verkehrserziehung zielt darauf ab, durch ein strukturiertes Schulwegtraining und die formelle Fahrradausbildung zentrale Kompetenzen für die aktive und passive Verkehrssicherheit zu etablieren.
Der seit dem Schuljahr 2024/25 eingeführte Radlführerschein begleitet und dokumentiert die Kompetenzen fortlaufend von der Jahrgangsstufe 1 bis 5.
Klassen 1 bis 3: Grundlagen und Prävention
In den ersten drei Jahrgangsstufen liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung grundlegender Verhaltensregeln. Die Schülerinnen und Schüler lernen, die relevanten Verkehrszeichen und Vorschriften zu erkennen und anzuwenden, um ihren täglichen Schulweg sicher zu bewältigen. Die Kinder werden für ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten als Passagiere in Fahrzeugen (Bus/PKW) sensibilisiert. Erste praktische Erfahrungen mit Fahrrädern und Rollern werden ausschließlich in geschützten Übungsbereichen gesammelt, um unter sicheren Bedingungen die Beherrschung des Fahrzeugs und die Reaktion auf unerwartete Situationen zu trainieren.
Klasse 4: Formelle Fahrradausbildung
Im letzten Grundschuljahr erfolgt die intensive Vorbereitung auf die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr als Radfahrer. Diese umfassende Fahrradausbildung wird in der Jugendverkehrsschule in enger Zusammenarbeit mit den speziell ausgebildeten Verkehrserzieherinnen und -erziehern der Polizei durchgeführt. Ausführliche Informationen zu den spezifischen Inhalten dieser Ausbildung werden unter anderem von der Deutschen Verkehrswacht bereitgestellt.
Die Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern und für Unterricht und Kultus vom 15. Mai 2003, Az. II.8a-5 S 7402.15-4.65 500 regelt die Radfahrausbildung in der Grundschule.
Verkehrserziehung in den weiterführenden Schulen
Mit zunehmendem Alter bewegen sich Schülerinnen und Schüler immer selbstständiger und nutzen vielfältige Verkehrsmittel – vom Fahrrad über den ÖPNV bis hin zu ersten motorisierten Fahrzeugen. Entsprechend rücken je nach Altersstufe unterschiedliche Schwerpunkte der Mobilitätsbildung in den Fokus. Dazu zählen etwa ein verantwortungsbewusstes Miteinander im Verkehr, der Umgang mit Risiken wie Ablenkung oder Suchtmitteln, die Bedeutung sicherer Fahrzeugnutzung oder auch größere Fragen rund um Mobilität, Wirtschaft und nachhaltige Verkehrsplanung.
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