Übergänge

Möglichkeiten des Übergangs von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund von anderen Schularten auf die REALSCHULE

1. Können Schülerinnen und Schüler mit Fluchtgeschichte an die Realschule gehen, ohne zuvor eine andere Schulart besucht zu haben?
Das Regelangebot für Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse sind die Übergangsklassen an den Mittelschulen. Zeichnet sich eine Eignung für die Realschule ab, können diese von dort auf die Realschule wechseln. Dort werden sie i.d.R. gemäß § 32 RSO als Gastschülerinnen oder Gastschüler aufgenommen

Schülerinnen und Schüler mit Fluchtgeschichte, die erst nach Jahrgangsstufe 5 zuwandern, können jedoch als Seiteneinsteiger auch direkt an der Realschule als Gastschüler aufgenommen werden. Diese Phase der Eingewöhnung wird in der Regel nicht länger als ein Jahr gewährt. Um im Anschluss daran als Regelschüler an der Schule aufgenommen zu werden, müssen Gastschüler gemäß § 5 (1) RSO eine Aufnahmeprüfung und eine Probezeit bestehen.
2. Wie gestaltet sich der Übertritt von Schülerinnen und Schülern mit Fluchtgeschichte von der Mittelschule, insbesondere von Übergangsklassen an die Realschule?
Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund, welche als Regelschülerinnen oder -schüler an den Mittelschulen aufgenommen sind, können grundsätzlich gemäß der regulären Übertrittsmöglichkeiten unter verschiedenen Bedingungen aus jeder Jahrgangsstufe auf die Realschule wechseln. Sie werden aus den Übergangklassen der Mittelschulen bei einem Übertritt auf die Realschule in der Regel zunächst als Gastschüler aufgenommen (s.o.).
Darüber hinaus gibt es für einige Schülerinnen und Schüler der Übergangsklassen die Möglichkeit, eine der Gruppen des Pilotprojektes SPRINT zu besuchen. Zeichnet sich eine Eignung für die Realschule ab, werden die ausgewählten Schülerinnen und Schüler dem jeweiligen Schulamt gemeldet. Die zuständigen Dienststellen der Ministerialbeauftragten für die Realschulen weisen sie dann einer SPRINT-Schule zu. Die Schülerinnen und Schüler erhalten innerhalb der SPRINT-Gruppe einen intensiven Deutschunterricht. Im Rahmen eines Ganztagesunterrichts werden sie sukzessive in den Regelunterricht ihrer Stammklasse integriert. Ziel ist hierbei der erfolgreiche Realschulabschluss.

Weitere Informationen zum SPRINT-Projekt
3. Was ist SPRINT?
SPRINT steht für SPRachförderung INTensiv. Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler einer Übergangsklasse an der Mittelschule, die durch die beteiligten Schulämter ausgewählt und dann in den regulären Ablauf einer 6. bzw. 7. Jahrgangsstufe an der Realschule integriert werden. Die Aufnahme in SPRINT kann zum Schuljahresbeginn sowie zum Halbjahr erfolgen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den ersten 12 Wochen v.a. Sprachunterricht, um sie auf den Regelunterricht vorzubereiten. Parallel dazu nehmen sie in einigen Fächern (z. B. Sport, Musik, Kunst) bereits am Regelunterricht teil. Ab der 13. Woche werden sie sukzessive und flexibel in den gesamten Regelunterricht eingebunden, erhalten jedoch am Nachmittag zusätzliche Unterstützung für Lücken in der Fachsprache.

Am Ende des Schuljahres müssen die Schülerinnen und Schüler entweder durch ihre erbrachten Leistungen die Realschuleignung nachweisen oder eine Aufnahmeprüfung erfolgreich absolvieren.

Weitere Informationen zu SPRINT:
4. An wen kann ich mich wenden?
Die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken berät in allen Fragen zu SPRINT und Migration.

Informationen zu SPRINT:
https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/4111/modellprojekt-sprint-wird-ausgeweitet.html
https://www.realschulebayern.de/realschule/realschule-in-bayern/sprint/

Möglichkeiten des Übergangs von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund von anderen Schularten auf das GYMNASIUM

1. Können Schülerinnen und Schüler mit Fluchtgeschichte an das Gymnasium gehen, ohne zuvor eine andere Schulart besucht zu haben?
Das Regelangebot für Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse sind die Übergangsklassen an den Mittelschulen. Zeichnet sich eine gymnasiale Eignung ab, können diese von dort auf das Gymnasium wechseln. Dort werden sie i.d.R. gemäß § 32 GSO als Gastschülerinnen oder Gastschüler aufgenommen
Schülerinnen und Schüler mit Fluchtgeschichte, die erst nach Jahrgangsstufe 5 zuwandern, können jedoch als Seiteneinsteiger auch direkt am Gymnasium als Gastschüler aufgenommen werden. Diese Phase der Eingewöhnung wird in der Regel nicht länger als ein Jahr gewährt, doch können die Schulleitungen in Einzelfällen von dieser Praxis abweichen und den entsprechenden Zeitraum ausdehnen. Um im Anschluss daran als Regelschüler an der Schule aufgenommen zu werden, müssen Gastschüler gemäß § 29 (1) GSO eine Aufnahmeprüfung und eine Probezeit bestehen. Voraussetzung für die Aufnahme ist nach § 30 (1) GSO, dass die Schülerin oder der Schüler im Unterricht voraussichtlich erfolgreich mitarbeiten kann.

Informationen zur Integration und Sprachförderung an Gymnasien und Realschulen
Informationen zum Modellprojekt SPRINT
Flyer InGym

KMS Nr. V.4 – BS5306 – 6b.89155
KMS Nr. V.4 - BS5306 - 6b.102151
2. Wie gestaltet sich der Übertritt von Schülerinnen und Schülern mit Fluchtgeschichte von der Mittelschule, insbesondere aus Übergangsklassen, an das Gymnasium?
Schülerinnen und Schüler aus den Übergangklassen der Mittelschulen werden bei einem Übertritt auf das Gymnasium in der Regel zunächst als Gastschüler aufgenommen (s.o.) Dabei werden sie, z. B. im Rahmen der Sprachbegleitung (s.u.) gestützt.

Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund, welche als Regelschülerinnen oder -schüler an den Mittelschulen aufgenommen sind, können grundsätzlich gemäß der regulären Übertrittsmöglichkeiten unter verschiedenen Bedingungen aus jeder Jahrgangsstufe auf das Gymnasium wechseln. Auch nach dem Erwerb des mittleren Bildungsabschnitts ist der Übertritt mit dem Ziel der Ablegung der Abiturprüfung möglich, z. B. für Absolventen des M-Zweigs (Mittlere-Reife-Zug) im Rahmen der Einführungsklassen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Kultusministeriums unter https://www.km.bayern.de/­eltern/schularten/uebertritt-schulartwechsel.html

3. Wie gestaltet sich der Übertritt von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache von Realschulen an das Gymnasium?
Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund, welche als Regelschülerinnen oder -schüler an den Realschulen (z. B. nach einer erfolgreichen Teilnahme am Modellprojekt SPRINT) aufgenommen sind, können grundsätzlich unter verschiedenen Bedingungen aus jeder Jahrgangsstufe auf das Gymnasium wechseln. Auch nach dem Erwerb des Realschulabschlusses ist der Übertritt möglich, z. B. in die Einführungsklassen. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Kultusministeriums unter https://www.km.bayern.de/­eltern/schularten/uebertritt-schulartwechsel.html.
4. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gib es?
Ein fundamentaler Gelingensfaktor von erfolgreichen Schulkarrieren von Schülerinnen und Schülern mit Migrations- und Fluchtgeschichte mit nichtdeutscher Herkunftssprache ist die Förderung der Sprachkompetenz. Hier setzt u.a. das Projekt Sprachbegleitung an. Die sprachliche Begleitung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte erfolgt dabei nicht nur im Fach Deutsch, sondern vor allem auch im Sachfachunterricht wie z. B. in Natur und Technik, Mathematik oder Geschichte.
Mit dem Pilotprojekt InGym wird bayernweit derzeit an fünf Standorten ein schulartspezifischer Weg der Integration für besonders leitungsstarke und leistungsmotivierte Seiteneinsteiger ohne ausreichende Deutschkenntnisse erprobt. Gymnasien, insbesondere im ländlichen Raum, die kurzfristig mehrere Seiteneinsteiger aufgenommen haben und ein entsprechendes Förderkonzept entwickeln können zusätzlich flexibel, differenziert und bedarfsgerecht bei der (fach-)sprachlichen Förderung von Seiteneinsteigern im Rahmen der im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel unterstützt werden. Ansprechpartner ist die zuständige MB-Dienststelle.

Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Homepage des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unter https://www.km.bayern.de/ministerium/institutionen/ministerialbeauftragte-gymnasium/mittelfranken/migration.html
5. An wen kann ich mich wenden?
Die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Mittelfranken koordiniert bayernweit die gymnasialen staatlichen Maßnahmen zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.

Bei Fragen zu einzelnen staatlichen Fördermaßnahmen, zu Fördermöglichkeiten allgemein, zur Lehrerfortbildung sowie zu (rechtlichen) Rahmenbedingungen können sich alle Gymnasien aus allen MB-Bezirken dorthin wenden: dienststelle@mb-gym-mfr.de.