Meet.Talk.Synergise. Erstes Vernetzungstreffen der Landes- und Fortbildungsinstitute der 16 Bundesländer
MEET.TALK.SYNERGISE.
Erstes, bundesweites Vernetzungstreffen der Referentinnen und Referenten für den Schwerpunkt geistige Entwicklung der Landes- und Fortbildungsinstitute in den sechzehn Bundesländern
In ganz Deutschland leben Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung. Alle Bundesländer bieten ihnen entwicklungsgerechte Bildungsangebote. Und alle sechzehn Landes- und Fortbildungsinstitute leisten dazu ihre Beiträge. Und dennoch tun sie dies aufgrund des föderalen Schulsystems ohne voneinander und von ihren jeweiligen Projekten zu wissen. Muss das so sein, war die Frage. Und nach unserem ersten Vernetzungstreffen lautet die Antwort auf jeden Fall, nein, muss es nicht.
Unter dem Motto „MEET.TALK.SYNERGISE.“ lud Isabell Niedermeier, ISB-Referentin für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, gemeinsam mit Oliver Schley, ALP-Referent für die Förderschulen, alle Referentinnen und Referenten der sechzehn Landes- und Fortbildungsinstitute, die speziell für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung zuständig sind, nach München ein. Und elf Bundesländer sind der Einladung gefolgt und kamen mit Delegationen von bis zu vier Personen.
Von unserem Institutsleiter Dr. Alfons Frey und Ministerialrat Klaus Gößl herzlich begrüßt starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit leckerem Fingerfood und Kaffee in den Tag.
Mit der Einladung war die Bitte verbunden, in einer kurzen Präsentation die Strukturen vom Kultusministerium über das Landesinstitut bis hin zum Fortbildungsanbieter vorzustellen, was zu verblüffenden Erkenntnissen führte. So wurden die Landesinstitute Berlin und Brandenburg erst vor zwei Jahren neu gegründet, nachdem das gemeinsame Institut aufgelöst worden war, und in Baden-Württemberg erarbeitet das Zentrum für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung Konzepte für die Weiterbildung von Lehrkräften, die dann in sechs Regionalstellen umgesetzt werden.
Ein strukturierter Austausch zum Thema „Handlungssicherheit im Umgang mit herausforderndem Verhalten im FSgE“ ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, verschiedene Konzepte, Materialien und Fortbildungsformate kennenzulernen. Ein großer Schritt zu weiteren Synergien.
Und was war der größte Effekt dieser zwei Tage? Vor allem das gegenseitige Kennenlernen! Ab jetzt weiß man, an wen man sich wenden kann, hat man ein Gesicht vor Augen, wenn man zum Telefonhörer greift, und die Hemmschwelle, dies zu tun, ist viel niedriger.
Spannend war, dass eine neu zusammengewürfelte Gruppe an Menschen so harmonisch, ohne Konkurrenzgedanken und am Ende geradezu freundschaftlich zusammen gesprochen, gearbeitet und nachgedacht hat. Eine hervorragende Ausgangssituation für weitere Austausche und Synergien. Und so sind schon die ersten Gegeneinladungen, Hospitationen und Gespräche vereinbart worden.
Und dass im kommenden Jahr das Treffen wiederholt werden soll, darin waren sich alle einig. Einladen werden dann Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.
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