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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen den Newsletter "Ganztag aktuell" zuzusenden, mit dem wir Sie u. a. über die kommende Veranstaltung zum Thema Konzentration und Motivation in Niederalteich (Niederbayern) informieren möchten. Hier finden Sie auch Anregungen für Ihre Praxis und Hinweise auf interessante Veröffentlichungen wie das neue Jahrbuch Ganztagsschule zu Hausaufgaben und Lernzeiten im Ganztag.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Ganztagsteam am ISB
01_Kommende Veranstaltungen
Fachtag "Konzentriert und motiviert im Ganztag" am 18. März am St.-Gotthard-Gymnasium Niederalteich
Die Veranstaltung richtet sich an Lehr- und Betreuungskräfte im Ganztag und geht der Frage nach, wie es uns gelingt, Schülerinnen und Schüler im Ganztag zum Lernen zu motivieren und eine wertschätzende Atmosphäre zu schaffen.

Nach dem Impulsvortrag zu Gestaltungsmöglichkeiten gelingender pädagogischer Beziehungen werden in einem Salon Beispiele guter Praxis in kurzen Inputs vorgestellt. Die Teilnehmenden haben anschließend Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Expertinnen und Experten. Die Workshops geben weitere Einblicke und eine Vielzahl an neuen Ideen und Anregungen. Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung sind:
  • Lernen und Erfolg
  • Konzentration und Klassenklima
  • Ruhe und Bewegung
Bitte beachten Sie den neuen Anmeldemodus:
Lehrkräfte melden sich nur über FIBS an, pädagogisches Personal über das Veranstaltungsportal "Ganztägig lernen Bayern".

Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Hier gelangen Sie zum Veranstaltungsportal
8. Forum Jugendarbeit und Schule am 4. und 5. April am Institut für Jugendarbeit Gauting
Der aktuelle Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung weist darauf hin, dass Jugendliche andere Erwartungen an Ganztagsangebote haben als Kinder im Grundschulalter. Befragungen zeigen, dass sich Jugendliche solche Angebote wünschen, die
  • ihre eigene Lebenssituation berücksichtigen,
  • Partizipationsmöglichkeiten bieten und
  • in der räumlichen Gestaltung und Ausstattung ihre Bedürfnisse berücksichtigen.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Fachtagung unter dem Motto "Von den Lernwelten zu Lebenswelten – attraktive Angebote für Jugendliche" steht ein Besuch in Königsbrunn: Die Kooperation des dortigen Gymnasiums mit dem benachbarten Jugendzentrum zeigt auf, welches Potenzial der schulische Ganztag hat – wenn er ein attraktives räumliches Umfeld vorfindet und von Schule und Jugendhilfe partnerschaftlich umgesetzt wird.

Die Exkursion wird flankiert durch Vorträge namhafter Wissenschaftler aus dem Bereich der Ganztagsschulforschung. Die Fachtagung richtet sich besonders an pädagogische Fachkräfte an Ganztagsschulen, Schulleitungen und Lehrkräfte sowie Verantwortliche der Kommunen als Schulaufwands- und Jugendhilfeträger.
Hier erhalten Sie weitere Informationen
02_Veranstaltungsrückblick
Fachveranstaltung "Guter Ganztag in Kooperation - gemeinsam, vielfältig, kindgerecht" am 29. November 2018
Die bundesweite Fachveranstaltung fand in Kooperation der Programme Ganztägig bilden und Qualität vor Ort der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) zum Thema "Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht" im Umweltforum in Berlin statt.

Der Fokus der Veranstaltung lag auf bedarfsgerechten Angeboten für sogenannte „große Kinder“ zwischen 6 und 12 Jahren. Was zeichnet eine gute Ganztagsschule aus Sicht dieser Kinder aus? Wie kann mit Blick auf den Rechtsanspruch gute Kooperation von Ganztagsschule und Jugendhilfe gelingen? In Fachimpulsen aus der Wissenschaft und  bundesweiten Preisbeispielen wurde sich mit diesen Fragen beschäftigt. 

Weitere Informationen und eine ausführliche Tagungsdokumentation finden Sie auf dem Portal von Ganztägig bilden der DKJS.
Hier gelangen Sie zur Veranstaltungsdokumentation
Tag der Bildung: Digitale Kompetenzen für eine zeitgemäße Demokratiebildung
Anlässlich des Tags des Bildung 2018 luden das Programm „bildung.digital – Netzwerk ganztägig bilden“ mit den Programmen „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ sowie „Technovation“ am Abend des 6. Dezembers 2018 nach Berlin ein, um über aktuelle Entwicklungen im Bereich Demokratiebildung und Digitalisierung zu diskutieren. Wie verändert die fortschreitende Digitalisierung die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen? Welche demokratischen Handlungskompetenzen benötigen sie, um mit Unsicherheiten im digitalen Zeitalter umzugehen?

Meike Otternberg vom Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) stellte die Ergebnisse der aktuellen DIVSI-Studie zur Nutzung und Einstellung von 14- bis 24-Jährigen zum Internet vor.  In Ihrer Keynote „Euphorie war gestern. Die ‚Generation Internet‘ zwischen Glück und Abhängigkeit?“ zeigte sie, dass Jugendliche unter 25 Jahren heute zwar täglich online sind und die digitale Welt fester Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit ist, die Unsicherheiten und negativen Einstellungen zur Nutzung des Internets jedoch zunehmen.

Details zur Veranstaltung sind auf der Homepage von bildung.digital nachzulesen.
Hier gelangen Sie zu bildung.digital
03_Anregungen für die Praxis
Positive Zielbilder aktivieren
Geben Sie Schülerinnen und Schülern zu ihrem Verhalten konstruktives und motivierendes Feedback, indem Sie positive Zielbilder aktivieren.
  • Vom Besten ausgehen: Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass ein Fehlverhalten beabsichtigt war, z. B. "Wartet mal kurz, ein paar von euch haben vergessen, ihren Stuhl hochzustellen" statt "Warum habt ihr nicht die Stühle hochgestellt?"
  • Positives Verhalten bestärken: Würdigen Sie Schülerinnen und Schüler, deren Verhalten Ihren Erwartungen entspricht, statt auf diejenigen einzugehen, die Ihrer Anweisung (noch) nicht nachkommen, z. B. "Ich sehe, dass fast alle ihre Unterlagen ausgepackt haben. Danke."
  • Fehlverhalten anonym korrigieren: Beginnen Sie lieber mit einer anonymen Ermahnung, statt diejenigen, die stören, namentlich vor allen zu ermahnen und die Aufmerksamkeit auf das Fehlverhalten zu lenken, z. B. "Wir warten noch auf eine Person, die noch nicht soweit ist ... gut, danke."
Mentimeter
Dieses webbasierte Tool wurde beim Ganztagsschulkongress in Forchheim vorgestellt. Es ist vielseitig einsetzbar: Es eignet sich zur Priorisierung von Themen in Echtzeit wie zur Erwartungsabfrage. Möchte man in einer Präsentation das Publikum mit Fragen in die Präsentation einbinden, können sich die Teilnehmenden mit einem Code und ihren individuellen Endgeräten beteiligen. Diese Funktion erfordert von den Teilnehmenden keine Registrierung.

Weitere Anregungen zur Nutzung von Apps in der Schule finden Sie auf der Website bildung.digital. Auf bildung.digital vorgestellte Apps werden sorgfältig ausgewählt, um auch Praxis-Ansprüchen an den Datenschutz Rechnung zu tragen. Die dort beschriebenen Apps weisen bei der Installation auf den mobilen Geräten transparent auf nötige Zugriffsberechtigungen hin und die Anbieter erfüllen ihre Pflichten gemäß der Datenschutzgrundverordnung. Die Anbieter entscheiden dabei selbst, wie viele Daten sie zur Realisierung ihrer App-Angebote benötigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anbieter mehr Daten sammeln als es zur Realisierung des Angebotes ggf. nötig wäre.

Daher gehört zu einem verantwortlichen Umgang in der Praxis die stete kritische Reflexion von Lehrkräften im Umgang mit Apps auf mobilen Geräten: Welche Daten werden vom Anbieter konkret erfasst? Gehen die Zugriffsberechtigungen auf Geräte ggf. für bestimmte Schulgruppen zu weit? Falls mit einer besonderen Zielgruppe gearbeitet wird: Werden geteilte Daten dadurch besonders sensibel? Sind die Schülerinnen und Schüler alt genug, um der Datenverarbeitung einer App selbst zuzustimmen oder braucht es die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten?
Hier gelangen Sie zur App
04_Aktuelle Veröffentlichungen
Ganztag in der Lehrerbildung
Welche neuen Aufgaben und Herausforderungen bringt die Ganztagsschule für die Lehrkräfte und deren Ausbildung mit sich? Dies zeigt die Sonderpublikation "Neue Aufgaben, neue Rollen?! – Lehrerbildung für den Ganztag" aus dem Projekt „Monitor Lehrerbildung“. Laut Monitor Lehrerbildung ergeben sich aus dem Trend zur Ganztagsschule drei zentrale Anforderungen an die Lehrerbildung:
  • Kooperationsfähigkeit
  • Fähigkeit zur aktiven Mitgestaltung des Alltags in Ganztagsschulen
  • Fähigkeit im Umgang mit Vielfalt
Der Monitor Lehrerbildung steht als Online-Plattform allen Akteuren der Lehrerbildung zur Verfügung. Neben dem monatlichen Newsletter und dem bundesweiten Veranstaltungskalender bieten die regelmäßig zu Schwerpunktthemen erscheinenden Broschüren ein breites Service-Angebot, das Interessierte der Lehrerbildung informiert, Daten zur Verfügung stellt und Handlungsempfehlungen zu zentralen Themen der Lehrerbildung ausspricht.
Hier gelangen Sie zur Publikation zum Ganztag
Jahrbuch Ganztagsschule 2019
Hausaufgaben sind fester Bestandteil schulischen Lehrens und Lernens. Fragen zu Sinnhaftigkeit, Gestaltung und Herausforderungen werden in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen seit langem vielfältig und kontrovers diskutiert.

In den zurückliegenden Jahren sind durch den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen neue Gesichtspunkte in den Vordergrund getreten:
  • Sollte auf Hausaufgaben nach einem schulischen Ganztag verzichtet werden?
  • Wie lassen sie sich als Übungs- und Lernzeiten in die Ganztagsschule integrieren?
  • Wie können Hausaufgaben sinnvoller in der Schule gestaltet werden?
  • Wie kann selbstreguliertes Lernen im Unterricht und in den Lernzeiten gefördert werden?
Im vorliegenden Jahrbuch Ganztagsschule werden diese und weitere Fragen aufgegriffen und erörtert sowie aktuelle Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen zum Thema vorgestellt.
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Impressum
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)
Grundsatzabteilung
Schellingstr. 155, 80797 München
E-Mail: abt.ga@isb.bayern.de

Verantwortlich:
Direktorin Dr. Karin E. Oechslein

Die E-Mail-Adresse, von der dieser Newsletter versendet wird, dient ausschließlich der
Distribution und ist keine Kontaktadresse.

Bitte nehmen Sie möglichst direkt mit dem/der zuständigen Ansprechpartner/in Kontakt auf:
Ganztagsreferat in der Grundsatzabteilung

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