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3. Newsletter Erasmus+ Berufsbildung 2026

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

zuallererst hoffen wir, dass Sie sich gut erholen konnten und dass Sie einen guten Start in das neue Schuljahr hatten. Wir stellen fest, dass Ihre Anfragen weiter zunehmen, da natürlich einerseits einige Mobilitäten bereits starten bzw. in konkreter Planung sind, andererseits aber die Anzahl der Projektträger stetig zugenommen hat. Dies ist aus unserer Sicht eine sehr erfreuliche Tatsache, da damit auch die Möglichkeit für mehr Schülerinnen und Schüler geschaffen wird, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Und besonders erfreulich ist, dass Sie diese Möglichkeiten auch tatkräftig schaffen: Für das laufende Jahr haben Sie sich im Rahmen Ihrer Projekte 10.665 Mobilitäten für Lernende genehmigen lassen und dies sind 11% mehr als im Vorjahr. Im Ländervergleich ist es für bayerische Lernende deutlich wahrscheinlicher von einer Erasmus+ Erfahrung profitieren zu können, als in anderen Bundesländern. Dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken!

Einige Ihrer Anfragen betreffen dieselben Themen, insbesondere den Übergang in die neue Programmgeneration. Dies haben wir zum Anlass genommen, Ihnen die uns bekannten Informationen in diesem Newsletter zusammen zu stellen, um Sie so in Ihren mittel- und langfristigen Planungen zu unterstützen.  

Wie immer werden wir nicht alle Ihre Fragen in diesem Newsletter beantworten können. Scheuen Sie sich daher bitte nicht, uns direkt anzusprechen, denn wir sind für Ihre Fragen und zu Ihrer Unterstützung da.


Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!

Robert Stolzenberg und Andreas Heidenreich
Referenten für Erasmus+ Berufsbildung am ISB

Symbolzeichnung der Flagge der EU

Erasmus+ Ausblick

Bekanntermaßen endet die aktuelle Programmperiode 2027 und damit enden formal auch die bestehenden Akkreditierungen.

Abzusehen ist aber, dass es ein Verfahren geben wird, um bestehende Akkreditierungen mit einem vereinfachten Antrag re-akkreditieren zu lassen. Die Details zu diesem Antrag sowie die Kriterien für die Re-Akkreditierung werden aktuell von der EU-Kommission im Austausch mit allen Nationalen Agenturen erarbeitet. Geplant ist, dass die Nationalen Agenturen spätestens im ersten Quartal 2027 diese Details sowie die Beurteilungskriterien für dieses Antragsverfahren veröffentlichen. Das Antragsformular soll dann bereits im zweiten Quartal 2027 geöffnet werden. Als ISB werden wir auch diesen Prozess begleiten und Sie zu gegebener Zeit mit passenden Informationsveranstaltungen bei der Re-Akkreditierung unterstützen. Da jedoch die genauen Regelungen noch nicht bekannt sind, werden wir unsere Veranstaltungen hierzu ebenfalls erst im ersten Quartal 2027 bekannt geben können.

Für Ihre Planung sollten Sie noch berücksichtigen, dass die Mittelanforderung im Februar 2027 in gewohnter Art und Weise ablaufen wird. Der Projektzeitraum beginnt dann am 1. Juni 2027 und hat eine Laufzeit von 15 bzw. nach Verlängerung von 24 Monaten. Dies bedeutet, dass Ihre Projekte wie üblich erst am 31. August 2028 oder - im Falle einer Verlängerung der Laufzeit - am 31. Mai 2029 enden, auch wenn das Nachfolgeprogramm am 1. Januar 2028 bereits begonnen hat.

Planung 2027

Ergänzend zu dem oben ausgeführten Ausblick konkretisiert sich auch die Planung der EU bzw. der nationalen Agenturen für das Jahr 2027: 

Mit dem Übergang in die neue Programmgeneration ist geplant, dass für das Jahr 2027 keine Neu-Akkreditierungen ermöglicht werden und es kein entsprechendes Antragsverfahren geben wird. Es ist jedoch angedacht, dass kurzfristige Projekte wie gewohnt beantragt und durchgeführt werden können.

Für das Jahr 2027 ist das bisher höchste Jahresbudget vorgesehen und es ist eine Steigerung um 18% gegenüber dem Vorjahr geplant. Doch gilt es für die künftigen Planungen zu berücksichtigen, dass sich dieser Zuwachs durch die Hinzunahme des Vereinigten Königreichs und der Schweiz zum Programm relativiert, da beide Länder natürlich auch Budgets für eigene Mobilitäten erhalten werden. So erklärt sich, dass in der virtuellen Jahrestagung das Budget für die Berufsbildung 2027 in Deutschland bekannt gegeben wurde: 132,6 Mio € sind geplant und dies entspricht einer Erhöhung um 3,6 % gegenüber 2026. 

Glückliche Schülerin, die Daumen nach oben richtet

Begleitpersonen

Im Rahmen der virtuellen Jahrestagung wurden seitens der NA BIBB auch einige Rahmenbedingungen zu den Begleitpersonen genannt. Dabei ist es so, dass sofern minderjährige Teilnehmende dabei sind, mindestens eine und bei gemischt geschlechtlichen Gruppen entsprechend zwei Begleitlehrkräfte gefördert werden können. Hierbei sollte aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben und eine Begleitperson pro 10 TN bzw. 2 Begleitpersonen bei gemischt geschlechtlichen Gruppen gelten als verhältnismäßig. Auch volljährige Teilnehmende mit geringen Chancen werden bei entsprechenden Beeinträchtigungen adäquat zu den Minderjährigen gesehen und bei besonders intensiven Beeinträchtigungen kann dieser Schlüssel bis hin zu einer 1:1 Betreuung angepasst werden. Ebenso sind Begleitpersonen verhältnismäßig und forderfähig, wenn diese junge Erwachsene (18 – 27) mit wenig oder keiner Auslandserfahrung unterstützen. 

Insbesondere bei den jungen Erwachsenen mit wenig Auslandserfahrung, ebenso wie für Gruppen mit inklusiven Teilnehmenden sollten Sie aber den Bedarf für die Begleitpersonen ausführlich im Beneficiary Module begründen. Pauschale Begründungen, wie lediglich die Nennung der Anzahl der inklusiven Teilnehmenden sind hier nicht ausreichend und führen zu Nachfragen der NA BIBB oder gar Kürzungen. Daher ist es empfehlenswert, dass Sie die Beeinträchtigungen der reisenden Personen (ohne Namensnennung) beschreiben und begründen, warum eine Begleitperson hier unterstützen kann. In allen Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte vorab vom Team für finanzielle und Projektangelegenheiten der NA beim BIBB beraten. 

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihren Planungen auch, dass Sie neben diesen förderfähigen Begleitlehrkräften selbstverständlich weitere Begleitpersonen entsenden können und diese dann über die Pauschalen für die organisatorische Unterstützung der Teilnehmenden finanzieren können.

Neues Infoblatt zur Abrechnung von Mobilitäten

Die Abrechnung von Mobilitäten ist eines der Schwerpunktthemen unserer Lehrgänge und zugleich Anlass vieler Nachfragen an uns. Um Ihnen dazu kompakte Informationen bereit zu stellen, haben wir ein gesondertes Infoblatt zur Abrechnung von Mobilitäten entwickelt, das Sie in unserem Dokumentencenter herunter laden können. Gerne können Sie uns Rückmeldung geben, wenn Ihnen noch Informationen fehlen oder Sie eine andere Darstellungsweise für besser geeignet halten.

Jubiläumsförderprogramm der Stiftung Jugendaustausch

Seit fünf Jahren arbeitet die Stiftung Jugendaustausch Bayern daran, neue Wege im internationalen Jugendaustausch zu erschließen und dadurch dem Ziel „Jugendaustausch für ALLE Jugendlichen“ näher zu kommen. Neue flexible Strukturen der Akteure können hier Hindernisse überwinden: Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure, die bisher nicht zusammengearbeitet hatten oder noch gar nicht im Jugendaustausch aktiv waren, kann neue Zielgruppen ansprechen oder neue Projektformate ermöglichen.

Wenn Sie zu diesem Jubiläumsprogramm passende Projektideen haben und beispielsweise daran denken mit einer Mittel- und einer Realschule vor Ort ein gemeinsames Projekt zu initiieren oder mit dem Kreisjugendring, Vereinen oder Betrieben zusammenzuarbeiten, dann ist das Jubiläumsförderprogramm eine sehr gute Ergänzung zu den förderfähigen Formaten im Erasmus+ Programm. Nähere Informationen finden Sie in diesen Förderhinweisen.

Miteinander verbundene Seile unterschiedlicher Farben als Metapher für soziale Verbindung

Vernetzungstreffen

Selbstverständlich wollen wir Ihnen auch in diesem Jahr die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Dazu wird unter der Federführung des StMUK von Montag, 30. November bis Mittwoch, 2. Dezember 2026 das jährliche Vernetzungstreffen für Erasmus+ Koordinatorinnen und Koordinatoren im Bistumshaus St. Otto in Bamberg stattfinden. 

Mit diesem KMS erhalten Sie detaillierte Informationen zu den Rahmenbedingungen und zum Bewerbungsverfahren. Wir freuen uns auf den Austausch!

Fortbildungen

Passend zu den Projektterminen unterstützen wir Sie neben unserer Beratung mit Workshops und Fortbildungen.

Vor diesem Hintergrund sind im nächsten Schulhalbjahr die folgenden Veranstaltungen geplant:

Finanzielle Abwicklung und Projektmanagement von Erasmus+ Projekten. Dieser Workshop soll Sie im Tagesgeschäft Ihrer Projekte begleiten und Sie vor allem bei der finanziellen Abwicklung unterstützen. Die Ausschreibung erfolgt über die ALP in FIBS.
11.11. - 13.11.2026 in Stadtbergen-Leitershofen. 

Auch stehen schon die Termine für die inhaltsgleichen Lehrgänge im Sommerhalbjahr fest: 16. bis 18. Juni 2027 sowie 28. bis 31. Juli 2027, jeweils in Gars am Inn. Wir informieren Sie, sobald diese Kurse in FIBS veröffentlicht werden. 

Impressum

Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)
Schellingstr. 155, 80797 München
E-Mail: kontakt@isb.bayern.de

www.isb.bayern.de

Verantwortlich: Direktor Dr. Alfons Frey

Die E-Mail-Adresse, von der dieser ISB-Newsletter versendet wird, dient ausschließlich der Distribution und ist keine Kontaktadresse.

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