Sozialkunde

an der Beruflichen Oberschule

Informationen zum Fach Sozialkunde

Das Fach Sozialkunde definiert sich an der Beruflichen Oberschule dadurch, dass es, bezugnehmend auf die jeweilige Ausbildungsrichtung und aufbauend auf die heterogenen schulischen und berufspraktischen Kenntnisse ihrer Schülerinnen und Schüler, deren Allgemeinbildung vertieft und politisches Wissen sowie methodische und politische Urteils- und Handlungsfähigkeit vermittelt.

Mit diesem pädagogischen Ansatz sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, sich selbst im aktuellen politischen Prozess zu verorten, sich angemessen zu artikulieren, ihre Einflussmöglichkeiten zu kennen und zu nutzen, ihre Verantwortung bei Wahlen wahrzunehmen und Gebrauch von ihren weiteren Bürgerrechten und -pflichten zu machen, also als mündige Bürger zu agieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, darf der vorliegende Lehrplan nicht statisch reihenfolgenmäßig umgesetzt werden. Stattdessen sollen die Lernziele untereinander dynamisch vernetzt werden. Der Bezug zur Aktualität, der Einsatz ebenso wie die Auswertung von Quellen und die Verwendung und Interpretation von unterschiedlichen Medien als Informationsbasis für die politische Entscheidung sind die zentralen Methoden im Fach Sozialkunde. Auch Projektarbeit, fächerübergreifende Unterrichtskonzeptionen sowie der Besuch außerschulischer Lernorte tragen dazu bei, die fachspezifischen Kompetenzen zu erwerben.

Politisches Wissen, das entweder von den Schülerinnen und Schülern bereits aus den Vorgängerschulen mitgebracht oder an der Beruflichen Oberschule im Unterricht vermittelt wird, sowie der Einbezug der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler in die Unterrichtsgestaltung sind ebenfalls Grundlagen für die Entwicklung entsprechender politischer und sozialer Kompetenzen.

Der Sozialkundeunterricht an der Beruflichen Oberschule ist zudem darauf ausgerichtet, die Schülerinnen und Schüler auf ein künftiges Studium vorzubereiten. Durch Aneignung oberstufengemäßer Lernstrategien und -techniken sowie Anleitung zum selbstständigen Wissenserwerb werden Aufgeschlossenheit und Flexibilität bei der Lösungssuche, Beharrlichkeit im Handeln und Toleranz gegenüber Andersdenkenden bei den Lernenden initiiert sowie eigenverantwortliches Arbeiten gefördert. Damit gehen soziale Integration sowie die Kompetenz, berufliche und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, einher.

In der elften bzw. zwölften Jahrgangsstufe ist der Lehrplan darauf ausgerichtet, dass die einzelnen Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sie individuell im Mittelpunkt des politischen Handelns stehen sowie dieses selbst beeinflussen können. Diese Interdependenz soll bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst als politisch Handelnde sehen. Der Lehrplan in dieser Jahrgangsstufe baut auf der bis zu einem mittleren Schulabschluss erworbenen politischen Grundbildung auf.

Die Schülerinnen und Schüler der dreizehnten Jahrgangsstufe sind sich ihrer Stellung im politischen Prozess bewusst und erfassen nun vertieft, dass ihre politische und gesellschaftliche Position von historischen und globalen Zusammenhängen und Entwicklungen beeinflusst ist. Der Lehrplan für die dreizehnte Jahrgangsstufe im Fach Geschichte/Sozialkunde ist an den Lehrplan Geschichte angegliedert.

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