Abschlussveranstaltung des Schulversuchs JAMI
Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) ging der vierjährige Schulversuch JAMI – Jahrgangsübergreifendes Lernen an der Mittelschule erfolgreich zu Ende. Gleichzeitig fiel der Startschuss für das neue Regelangebot JAMI 5/6 an ausgewählten bayerischen Mittelschulen. Erstmals kamen dabei auch die neuen JAMI-Schulen zusammen und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
„Gute Bildung braucht Zeit“
In ihrer Videobotschaft stellte die bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, die pädagogische Leitidee des Konzepts in den Mittelpunkt: „Gute Bildung braucht Zeit: Zeit zum Lernen. Zeit für Entwicklung. Zeit für die Basiskompetenzen.”
Mit JAMI würden junge Menschen dort abgeholt, wo sie stehen, und erhielten die Zeit, die sie für ihren individuellen Lernweg benötigen. Mit der Überführung in das Regelangebot werde dieser erfolgreiche Ansatz nun gezielt ausgebaut.
Ein Konzept, das individuelle Lernwege stärkt

Der vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus beauftragte und vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) durchgeführte Schulversuch zeigt eindrucksvoll das Potenzial jahrgangsübergreifenden Lernens in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Schülerinnen und Schüler erhalten bei Bedarf mehr Zeit zum Lernen, Üben und Festigen grundlegender Kompetenzen sowie Raum für ihre persönliche Entwicklung.
An insgesamt 13 Mittelschulen aus allen sieben Regierungsbezirken wurden innovative Unterrichts- und Förderkonzepte entwickelt und erprobt. Im Mittelpunkt stand die enge pädagogische Begleitung der Schülerinnen und Schüler in einer jahrgangsgemischten Lerngruppe.
Besonders deutlich werden die Chancen des Konzepts, wenn Kinder die JAMI-Klasse über drei Schuljahre hinweg besuchen: Sie lernen in einem vertrauten Umfeld und werden kontinuierlich von einer Lehrkraft begleitet, die ihre Entwicklung kennt und sie individuell fördern kann.
Aus 13 werden 35 JAMI-Standorte
Ab dem kommenden Schuljahr führen weitere 22 Mittelschulen das Regelangebot JAMI 5/6 ein. Gemeinsam mit den bisherigen Schulversuchsschulen erhielten sie im Rahmen der Veranstaltung aus den Händen von Ministerialrat Dr. Florian Bär das Schulprofil JAMI.
Damit wächst das Netzwerk auf 35 JAMI-Standorte in ganz Bayern. Künftig bieten sieben Schulen in Oberbayern und sieben in Schwaben JAMI an. In Niederbayern entstehen sechs Standorte, in Oberfranken und der Oberpfalz jeweils fünf, in Mittelfranken drei und in Unterfranken zwei.




Unterstützung für einen erfolgreichen Start

Damit die neuen JAMI-Schulen optimal starten können, wurde im Schulversuch ein umfangreiches Unterstützungspaket entwickelt und im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Es umfasst unter anderem konzeptionelle Grundlagen, erprobte Möglichkeiten der Lehrplanumsetzung, fachbezogene und fächerübergreifende Unterrichtsbausteine, speziell auf JAMI abgestimmte Methoden, Hinweise zum Classroom-Management sowie aktuelle Informationsmaterialien.
Gemeinsam im Netzwerk

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung des regionalen Unterstützungsnetzwerks. Die bisherigen Schulversuchsschulen übernehmen künftig als Modellschulen eine zentrale Rolle bei der Begleitung der neuen Standorte. Gemeinsam mit den Regionalkoordinierenden bieten sie Fortbildungen an, stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung und unterstützen die Schulen durch Beratungs- und Hospitationsangebote.
So entsteht ein starkes Netzwerk, das den Erfahrungsaustausch fördert und die erfolgreiche Umsetzung von JAMI 5/6 langfristig begleitet.








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