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  • ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht

Kapitel 1

Was tun bei Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Störung?

Kapitel 2

Lese-Rechtschreibschwierigkeiten erkennen und feststellen

Grundlagen des Lese-Rechtschreib-Erwerbs

Grundlagen des Lese-Rechtschreib-Erwerbs (Alternative)

Lese-Rechtschreib-Störung verstehen

Diagnostik im schulischen Kontext

Kapitel 3

Rechtliche Grundlagen

Kapitel 4

Förderung und Unterstützungssysteme

Kapitel 5

Besondere Themen /

Kapitel 6

FAQs

Zur Übersicht

Was tun bei Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Störung?

Wenn Lesen und Schreiben dauerhaft schwerfallen [gestaltet als “Überschrift 4”]

Nicht jede Unsicherheit beim Lesen oder Rechtschreiben weist auf eine Lese-Rechtschreib-Störung hin. Kinder und Jugendliche entwickeln ihre Fähigkeiten unterschiedlich schnell. Schwierigkeiten können sich auf ganz verschiedene Weise zeigen. Manche Lernende entwickeln zudem Strategien, mit denen sie ihre Schwierigkeiten zunächst ausgleichen können, beispielsweise indem sie Wörter erraten oder sich Schreibweisen einprägen. 

Zeigen sich Auffälligkeiten jedoch über einen längeren Zeitraum oder beeinträchtigen sie das Lernen deutlich, lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Dabei gilt: Förderung muss nicht auf eine Diagnose warten. Auch wenn sich der Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Störung später nicht bestätigt, können gezielte Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll sein. 

Erste Hinweise zeigen sich häufig im Unterricht, bei Hausaufgaben oder in schriftlichen Arbeiten.

Beim Lesen können beispielsweise auffallen: [gestaltet als “Überschrift 4”]

  • sehr langsames, stockendes oder zögerliches Lesen
  • Wörter oder Wortteile werden ausgelassen, ersetzt oder ergänzt
  • Wörter werden nach der ersten Silbe oder dem ersten Buchstaben erraten bzw. Wörter werden nicht als Ganzes gelesen
  • die Orientierung im Lesetext fällt schwer - Kinder "verlieren" die Zeile
  • Gelesenes kann nur schwer wiedergegeben werden
  • Informationen aus einem Text werden nicht sicher erfasst

Beim Rechtschreiben können beispielsweise auffallen:  [gestaltet als “Überschrift 4”]

  • Laute können Buchstaben oder Buchstabenkombinationen nur schwer zugeordnet werden
  • Buchstaben werden ausgelassen, vertauscht oder ergänzt
  • ähnlich klingende oder aussehende Buchstaben werden verwechselt
  • bereits geübte Schreibweisen können nicht sicher abgerufen werden
  • es treten anhaltend viele Rechtschreibfehler auf. 

Auch das Verhalten kann Hinweise liefern: Vermeidet die Schülerin oder der Schüler Lese- oder Schreibsituationen? Können korrigierte Fehler nachvollzogen und später vermieden werden? Wird ein vorgelesener Text deutlich besser verstanden als ein selbst gelesener? Solche Beobachtungen können helfen, die Schwierigkeiten genauer einzuordnen. 

Wichtig:  [gestaltet als “Überschrift 4”]

Ein einzelnes Merkmal ist noch kein Beleg für eine Lese-Rechtschreib-Störung. Entscheidend ist das Gesamtbild über einen längeren Zeitraum.

Erhärtet sich der Verdacht, sollte frühzeitig das Gespräch zwischen Schule und Erziehungsberechtigten gesucht werden. Auch ein altersangemessenes Gespräch mit der Schülerin oder dem Schüler kann wichtige Informationen liefern. Eine wertschätzende Gesprächsatmosphäre ist dabei eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. 

Im Gespräch können beispielsweise folgende Fragen geklärt werden:

  • Welche Schwierigkeiten zeigen sich in der Schule und zu Hause?
  • Seit wann werden sie beobachtet?
  • Wie erlebt die Schülerin oder der Schüler selbst das Lesen und Schreiben?
  • Welche Förder- oder Übungsmaßnahmen wurden bereits ausprobiert?
  • Gibt es weitere Auffälligkeiten, beispielsweise beim Spracherwerb, Rechnen oder bei der Aufmerksamkeit?
  • Welche Stärken, Interessen und Ressourcen bringt die Schülerin oder der Schüler mit? 

Bei einem Verdacht ist in der Schule insbesondere die Deutschlehrkraft bzw. Klassenleitung eine erste Anlaufstelle. Sie kann die bisherigen Beobachtungen einordnen und den Kontakt zur Schulpsychologin bzw. zum Schulpsychologen vermitteln

Die Schulpsychologie kann beraten, standardisierte diagnostische Verfahren einsetzen und über Fördermöglichkeiten sowie gegebenenfalls über Nachteilsausgleich und Notenschutz informieren. Erziehungsberechtigte können alternativ auch unmittelbar eine außerschulische Fachstelle kontaktieren.

Wer hilft wobei? [gestaltet als “Überschrift 2”]

  • Lehrkraft / Klassenleitung  [gestaltet als “Überschrift 4”]
    Beobachten → dokumentieren → fördern → Gespräch führen

  • Schulpsychologie
    Beraten → diagnostizieren → Fördermöglichkeiten aufzeigen → zu schulischen Maßnahmen beraten
  • Erziehungsberechtigte
    Beobachtungen ergänzen → Austausch mit der Schule → Diagnostik veranlassen → Förderung begleiten

[zu späterem Zeitpunkt an dieser Stelle verlinken: Mehr zu Anlaufstellen und Diagnostik in Kapitel 2].

Sind Schwierigkeiten wiederholt zu beobachten, sollten sie möglichst konkret festgehalten werden.

Hilfreich sind beispielsweise:

  • Hefteinträge und selbst verfasste Texte
  • Abschriften und Diktate
  • schriftliche Leistungsnachweise
  • Beobachtungen aus unterschiedlichen Unterrichtsfächern
  • Zeugnisse und Dokumentationen der Lernentwicklung. 

Dabei geht es nicht nur um die Frage „Wie viele Fehler macht das Kind?“, sondern auch darum:

Welche Schwierigkeiten treten immer wieder auf? Gibt es Fortschritte? Kann die Schülerin oder der Schüler aus Korrekturen lernen? Zeigen zusätzliche Übungen Wirkung?

Praxistipp [Darstellung als “Überschrift 3”]

Ein kurzer Beobachtungszeitraum mit gezielt gesammelten Arbeitsproben kann für das anschließende Gespräch erheblich hilfreicher sein als eine allgemeine Einschätzung.

Zum Beobachtungsbogen für Lehrkräfte
[später: Verlinkung auf Material/Download]

Für eine fundierte Feststellung werden nicht nur Testergebnisse betrachtet. Einbezogen werden auch Unterrichtsbeobachtungen, vorhandene Dokumente sowie diagnostische Gespräche. 

Die schulpsychologische Diagnostik kann insbesondere die Leistungen in den Bereichen

Lesegenauigkeit | Lesegeschwindigkeit | Leseverständnis | Rechtschreiben

sowie kognitive Fähigkeiten erfassen. Aus den Ergebnissen können zugleich individuelle Förderschwerpunkte abgeleitet werden. 

Wie eine Diagnostik genau abläuft, erfahren Sie in Kapitel 2 „Diagnostik im schulischen Kontext“.

Das Wichtigste zum Schluss:

Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben verdienen Unterstützung, auch wenn noch keine Diagnose vorliegt.  [gestaltet als “Überschrift 4”]

Weiterführende konkrete Möglichkeiten finden sich [verlinken: später] im Magazin im Bereich „Förderung und Unterstützungssysteme“. 

Empfohlene Zitierweise

(2026): Was tun bei Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Störung?. In: , ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht "". Verfügbar unter: https://www.isb.bayern.de/aktuelles/isb-prisma/unterstuetzungsmassnahmen-und-verfahrensweisen-bei-lese-rechtschreib-stoerung/test-1/

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