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Lernförderliches Feedback - Planung, Umsetzung und Verankerung

Hier erfahren Sie…

Feedback im Unterricht zu verankern, beginnt nicht mit der Methode, sondern mit einer klaren Frage:

“Warum möchte ich Feedback einsetzen?”

Überlegen Sie daher zunächst:

  • Wo erleben Sie im Unterricht Situationen, die Sie verbessern möchten?
  • An welchen Stellen möchten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler stärker zum Nachdenken über ihr Lernen anregen?
  • In welchen Bereichen sollen Lernende stärker an der Gestaltung des Unterrichts beteiligt werden?

Ein gelingender Einstieg in die Feedbackarbeit knüpft an solche konkreten Anliegen an. Von dort aus können erste, überschaubare Schritte entwickelt werden.

Tipps für den Einstieg

  • Mit einem konkreten Anliegen starten: Wählen Sie eine Situation aus Ihrem Unterricht, in der Sie sich eine Veränderung wünschen, und setzen Sie genau dort an.
  • Klein anfangen und schnelle Erfahrungen ermöglichen: Beginnen Sie mit einer einfachen Methode, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lässt und zeitnah Rückmeldungen liefert.
  • Ziele und Vorgehen transparent machen: Erläutern Sie den Lernenden, warum Sie Feedback einholen, wie es abläuft und was mit den Ergebnissen geschieht.
  • Ergebnisse sichtbar aufgreifen: Zeigen Sie, dass das Feedback Konsequenzen hat, indem Sie Rückmeldungen im Unterricht aufgreifen und Veränderungen umsetzen.
  • Gemeinsam reflektieren: Besprechen Sie mit den Lernenden, wie die Feedbackmethode funktioniert hat, und was ggf. angepasst werden sollte.
  • Flexibel bleiben: Passen Sie Methoden an Ihre Lerngruppe und Ihre Ziele an – nicht jede Methode funktioniert in jeder Situation gleich gut.
  • Regelmäßigkeit entwickeln: Integrieren Sie Feedback schrittweise als festen Bestandteil Ihres Unterrichts, statt es nur punktuell einzusetzen.
  • Feedback gezielt in kooperativen Lernformen einsetzen: Nutzen Sie insbesondere Gruppenarbeiten oder Projekte für den Einstieg in die Feedbackarbeit. Hier bietet sich Feedback an, um fachliche, soziale und methodische Lernprozesse gemeinsam zu reflektieren.

Anlässe für Feedback im Unterricht

Feedback kann in unterschiedlichen Phasen einer Unterrichtsstunde oder einer Unterrichtseinheit sinnvoll eingesetzt werden – etwa zur Planung, zur Lernprozessbegleitung oder zur Reflexion.

Der folgende Artikel zeigt, welche Feedbackmethoden sich für welche Unterrichtsphasen eignen und welche Ziele damit jeweils verbunden sind. Er lädt dazu ein, Feedback nicht als Einzelmaßnahme, sondern als kontinuierliches Element des Lernprozesses zu verstehen und die vorgestellten Methoden bei Bedarf anzupassen.

Weitere Informationen

[Verlinkung zum klickpunkt.schule Artikel “Lernförderliches Feedback”, dieser Link ist ein Platzhalter und wird mit Veröffentlichung des Artikels aktualisiert]

Lernförderliches Feedback ist als zentraler Bestandteil des Lern- und Leistungsprozesses zu sehen. Es begleitet den Lern- und Leistungsprozess und kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingesetzt werden.

Feedback im Lern- und Leistungsprozess

Im Zusammenhang mit Leistungserhebungen stellt lernförderliches Feedback die entscheidende Verbindung zwischen Bewertung und gezielter Förderung dar. Während die Bewertung den Ist-Zustand ermittelt, wird sie erst durch die Rückmeldung an die Lernenden wirksam. Feedback fungiert hierbei als zentrales Scharnier: Es übersetzt diagnostische Daten in konkrete Handlungsimpulse für den weiteren Lernprozess. 

Grundlage für effektives Feedback sind zu jeder Zeit im Lern- und Leistungsprozess transparente und klar formulierte Inhalte und Kompetenzerwartungen, z. B. in Form einer Checkliste oder eines Kriterienkatalogs. Als Feedbackquelle kommt nicht nur die Lehrkraft in Frage: Wenn Mitschülerinnen und Mitschüler durch Peer-Feedback eingebunden werden, kann dies die Lern-Gemeinschaft stärken und es entstehen wertvolle Freiräume für die Lehrkraft zur Beobachtung. Darüber hinaus unterstützt Peer-Feedback auch die Reflexion über das eigene Lernen. 

Die folgende Übersicht gibt Orientierung und kann Sie bei der Planung des Feedbackprozesses unterstützen.

Einsatzmöglichkeiten von Feedback im Lern- und Leistungsprozess

Weitere Informationen

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Digitale Medien bieten in Bezug auf lernförderliches Feedback in zwei grundlegenden Bereichen Potentiale:

  • Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht, den individuellen Lernprozess durch lernförderliches Feedback sowie ein vielfältiges Unterstützungsangebot auch über die Unterrichtszeit hinaus zu begleiten. Als leistungsfähige Unterstützungswerkzeuge können digitale Medien den Feedback-Prozess effizienter und interaktiv gestalten. 
  • Ein großes Potential liegt außerdem darin, Informationen über den Lehr- und Lernprozess, die ohne technische Hilfe nur schwer oder gar nicht erfassbar wären, sichtbar zu machen und zu dokumentieren. 
Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien bei Feedbackprozessen

Neben allen Möglichkeiten, die digitale Lernumgebungen im Feedbackprozess bieten, ist weiterhin das direkte, analoge Feedback unerlässlich und kann nicht durch rein digitale Rückmeldungen ersetzt werden. Zum einen wirkt persönliches Feedback verbindlicher und motivierender. Außerdem können Lernende und Lehrkräfte unmittelbare Rückfragen stellen. Zum anderen spielen die genauen Beobachtungen der Lehrkräfte und die direkten Gespräche mit den Lernenden eine ganz zentrale Rolle bei der Ermittlung des individuellen Unterstützungsbedarfs und bilden u. a. die Grundlage für das Geben von Feedback. 

Es braucht beides, um eine adaptive Lernbegleitung auf allen drei Ebenen des selbstregulierten Lernens (kognitiv, metakognitiv, motivational) zu ermöglichen.

Drei-Schichten-Modell des selbstregulierten Lernens (nach Boekaerts, 1999)

Informieren Sie sich dazu auch im Kapitel “Lernstark - Erfolgreich lernen, Leistung zeigen” und erfahren Sie, wie Sie Ihre Schülerinnen und Schüler konkret unterstützen können.

Weitere Informationen

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Peer-Feedback bezeichnet eine Form des Feedbacks, bei der Lernende sich gegenseitig während des Lernprozesses Rückmeldungen geben. Lernwirksames Peer-Feedback zeichnet sich dadurch aus, dass den Lernenden durch Gleichaltrige konkrete, sachbezogene und motivierende Informationen gegeben werden, die sie bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben unterstützen.

Damit Peer-Feedback wirksam gelingen kann, sind verschiedene Bedingungen erforderlich, die sowohl den Ablauf als auch das soziale Umfeld und die Unterstützung der Lernenden betreffen.

Gelingensbedingungen für den Einsatz von Peer-Feedback

  • Erarbeitung nachvollziehbarer Regeln und Einführung strukturierter Abläufe
  • Regelmäßiger Einsatz im Unterricht und Zeit zur Etablierung von Routinen
  • Aufbau einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre und eines wertschätzenden Klassenklimas
  • Einsatz transparenter Bewertungsschemata und klarer Kriterien

Ausgearbeitete Praxismaterialien zu Peer-Feedback finden Sie im Bereich “Feedback - Methoden und Praxismaterial”.

Weitere Informationen

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Selbstlernkurs der ALP Dillingen

Lernförderliches Feedback - Ideen für die digitale Praxis

Dieser Selbstlernkurs baut auf den Grundlagen lernförderlichen Feedbacks auf, gibt Ihnen Strategien an die Hand und erweitert die unterrichtliche Feedbackpraxis um die digitale Komponente für Lehrkraft-, Peer- und Selbst-Feedback.

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Empfohlene Zitierweise

(2026): Lernförderliches Feedback - Planung, Umsetzung und Verankerung. In: "". Verfügbar unter: https://www.isb.bayern.de/aktuelles/isb-prisma/pruefungskultur/feedbackkultur-im-kompetenzorientierten-unterricht/lernfoerderliches-feedback-planung-umsetzung-und-verankerung/

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