Nachbereitung des Unterrichts
Bei der Nachbereitung des Unterrichts durch die Lehrkraft können sich KI-basierte Anwendungen bei einem verantwortungsvollen Vorgehen als wertvolle Unterstützung erweisen: KI-generiertes Feedback ermöglicht es Lehrkräften, die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler nach ggf. anonymisierter Eingabe von Texten schneller und umfassender zu analysieren. [1] Es können Fehler kategorisiert, korrigiert, Stärken und Schwächen erkannt, systematisiert und für das weitere Lernen durch gezieltes Übungsmaterial nutzbar gemacht werden. Die Lehrkraft kann so eine präzise individuelle Beratung anbieten.
[1] Bei KI-Anwendungen, die einen datenschutzkonformen Einsatz erlauben, wie z. B. in der ByCS, ist eine anonymisierte Eingabe nicht zwingend erforderlich.
Trotz der punktuellen Effizienzsteigerung des Unterrichts bleibt jedoch entscheidend:
KI-basierte Anwendungen sind für den Fremdsprachenunterricht nur ein Mittel von vielen und in einzelnen Lehr- und Lernphasen des Unterrichts eine Bereicherung. Allerdings stellen sie keinen Ersatz für die profunde pädagogische und fachliche Expertise der Lehrkraft sowie insbesondere die entwicklungsfördernde menschliche Interaktion und das fremdsprachliche Vorbild durch die Lehrkraft dar.
Die Lehrkraft behält die zentrale Rolle bei der didaktischen Gestaltung und individuellen Begleitung von Lernprozessen. KI-basierte Anwendungen können u. a. bei Niveauzuweisungen (mit Bezug auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, GER-Niveaustufe), inhaltliche Trennschärfe von Aufgaben sowie bei Bewertungen zur Qualität von Schülerarbeiten zu unangemessenen Ergebnissen kommen. Diese müssen durch die verantwortliche Lehrkraft erkannt und korrigiert werden. In den Aufgabenbeispielen finden sich daher jeweils entsprechende fachdidaktische Überlegungen zu möglichen Grenzen des Einsatzes von KI-basierten Anwendungen.
Abbildungsnachweis
- Bildnachweis zum Vorschaubild der Seite: © ISB
Vorheriger Artikel:
Vorbereitung des Unterrichts
Nächster Artikel: