Grundlagen

Identitätsentwicklung
Die eigene Identität und das Selbstbild entwickeln sich in Abhängigkeit von anderen Menschen und deren Rückmeldung. Eine körperliche Beeinträchtigung kann diese Interaktionen erschweren und die Rückmeldung Anderer beeinflussen (vgl. MOOSECKER 2019, 169).

Annehmen und Fördern
Eine Haltung der Akzeptanz besteht darin, die unveränderlichen Dispositionen der Schülerinnen und Schüler anzunehmen. Sie bedeutet aber ebenso, die Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler zu sehen und ihnen Lernfortschritte zuzutrauen.

Beziehung gestalten
Eine Haltung der Akzeptanz drückt sich auch in der Gestaltung von Beziehungen aus. Ziel ist es, Beziehungen authentisch und verlässlich zu gestalten, so dass sich die Schülerinnen und Schüler „gerade auch in schwierigen Situationen einer ihre Person wertschätzenden Haltung sicher sein können […].“ (LELGEMANN 2010, 215).
Die eigene Identität und das Selbstbild entwickeln sich in Abhängigkeit von anderen Menschen und deren Rückmeldung. Eine körperliche Beeinträchtigung kann diese Interaktionen erschweren und die Rückmeldung Anderer beeinflussen.
vgl. MOOSECKER 2019, 169

Eine Haltung der Akzeptanz besteht darin, die unveränderlichen Dispositionen der Schülerinnen und Schüler anzunehmen. Sie bedeutet aber ebenso, die Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler zu sehen und ihnen Lernfortschritte zuzutrauen.
Eine Haltung der Akzeptanz drückt sich auch in der Gestaltung von Beziehungen aus. Ziel ist es, sich in Beziehungen authentisch und verlässlich zu verhalten, so dass sich die Schülerinnen und Schüler „gerade auch in schwierigen Situationen einer ihre Person wertschätzenden Haltung sicher sein können […].“ (LELGEMANN 2010, 215). Vor allem auch bei schweren Behinderungen oder eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten ist die Gestaltung verlässlicher Beziehungen ein Weg, um die Schülerinnen und Schüler spüren zu lassen, dass sie in ihrem So-Sein anerkannt und akzeptiert werden.
Der Aufbau einer akzeptierenden Haltung ist für Lehrerinnen und Lehrer ein fortlaufender Prozess, in dessen Mittelpunkt die kontinuierliche Selbstreflexion, „das Nachdenken über sich selbst und sein berufliches Selbst-Verständnis“ (BERGEEST et al. 2015, 356) steht.
In der Begegnung mit beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen kann es zu Erfahrungen von Fremdheit und zu Gefühlen kommen, die ein unvoreingenommenes Akzeptieren schwierig machen (vgl. SINGER 2018, 376ff.). Auch diese verunsichernden Gefühle sollten sich Lehrerinnen und Lehrer eingestehen. In der Reflexion dieser Erfahrung kann die Bereitschaft zum Nachdenken über die eigene Haltung entstehen. Ebenso wichtig ist es, solche Gedanken im Kollegium offen thematisieren und ansprechen zu können. So wird es möglich, diese gemeinsam zu reflektieren und die eigene Haltung im Austausch mit anderen Menschen weiterzuentwickeln.
Hilfreich zum Aufbau der eigenen akzeptierenden Haltung kann auch die Auseinandersetzung mit Filmen, Lektüren oder Biographien zum Thema Behinderung sein. Im Abschnitt "Material und Links" dieses Artikels finden Sie eine Liste von Beispielen.
Abbildungsnachweis
- Bildnachweis zum Vorschaubild der Seite: © iStock.com/Martinbowra
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