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  • Gemeinsam systemisch wirken

Kapitel 1

Präventive und systemische Förderung in gemeinsamer Verantwortung

Inklusive Schul- & Unterrichtsentwicklung

Kapitel 2

An GS und MS und vom MSD erfolgreich erprobte Konzeptionen für inklusive und systemische Förderung

Konzepte zur Förderung des Lern- und Sprachlernprozesses auf den Stufen der Schul- und Unterrichtsentwicklung

Konzepte zur Förderung des Lern- und Sprachlernprozesses auf der Präventionsstufe

Konzepte zur Förderung des Lern- und Sprachlernprozesses auf der Interventionsstufe 1

Konzepte zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung auf der Präventionsstufe

Konzepte zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung auf der Interventionsstufe 1

Konzepte zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung auf der Interventionsstufe 2

Konzepte zur Begleitung von Übergängen

Hier kann bald Ihr Konzept beschrieben werden!

Kapitel 3

Rechtliche Grundlagen

Präventive und systemische Förderung in gemeinsamer Verantwortung

Inklusive Bildung erfolgt in gemeinsamer Verantwortung von Allgemeiner Pädagogik und Sonderpädagogik.

Dafür ist eine enge Kooperation notwendig. 

Sie wird ermöglicht durch eine inklusiv eingestellte GS und MS und einen systemisch ausgerichteten MSD

Zielsetzung der präventiven und systemischen Förderung ist es...

  • der heterogenen Schülerschaft in GS und MS Fördermöglichkeiten zu bieten, die sich bestmöglich an ihren individuellen Bedürfnissen ausrichten.
  • Förderbedarfen präventiv zu begegnen, bevor sich diese bei einzelnen Kindern und Jugendlichen manifestieren.
  • Schülerinnen und Schülern mit einem erhöhten Förderbedarf eine entwicklungsförderliche inklusive Lernumgebung an der allgemeinen Schule zu bieten.

Präventive und systemische Förderung bedeutet…

  • den Blick vom einzelnen Kind mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf auf die Gesamtheit der Schülerinnen und Schüler mit möglichen Förderbedarfen zu weiten.
  • präventive Förderansätze strukturell in der GS oder MS zu etablieren.

Die präventive und systemische Förderung in gemeinsamer Verantwortung basiert auf:

  • einer inklusiven Schulentwicklung (Inkl. SE), die eine Erklärung des Kollegiums voraussetzt, sich für alle Schülerinnen und Schüler der Schule verantwortlich zu fühlen,
  • einer inklusiven Unterrichtsentwicklung (Inkl. UE), die gemeinsames Lernen und differenzierte Aufgabenstellungen ermöglicht, und
  • einer Präventionsstufe (PVST), die alle Schülerinnen und Schüler unterrichtsimmanent fördert.

Auf der Interventionsstufe 1 (IVST 1) findet eine Förderung von Schülerinnen und Schülern mit einem erhöhten Förderbedarf in Kleingruppen statt. Dafür ist es nicht notwendig, dass ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgetellt wurde.

Auf der Interventionsstufe 2 (IVST 2) erfolgt die Überprüfung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs durch den MSD und eine noch intensivere Förderung auf der Grundlage eines individuellen Förderplans.

Die Tätigkeitsfelder Beraten, Diagnostizieren, Fördern und Übergänge gestalten können auf allen Stufen mit unterschiedlichen Intentionen und in unterschiedlicher Intensität erfolgen. 

Rollenverständnis für die präventive und systemische Förderung in gemeinsamer Verantwortung

Die Haltung, Förderung präventiv und systemisch zu gestalten, bringt auch ein verändertes Rollenverständnis für den MSD mit sich. Es geht weniger darum, beim Betreten der GS oder MS den Gedanken auf ein einzelnes Kind zu richten, sondern viel mehr darum die gesamte Schule, das Kollegium, die Lernumgebung, die Klassengemeinschaft und die Erziehungsberechtigten im Blick zu haben und in diesen Bereichen Anregungen zu Weiterentwicklungen zu geben, damit es dem einzelnen Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf und auch den weiteren Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Förderbedarf besser geht.

Dafür ist ebenso ein verändertes Rollenverständnis bei den Lehrkräften der GS und MS notwendig, die bereit sind, in einem Team aus mehreren professionellen Personen gelingende Fördermöglichkeiten für eine heterogene Schülerschaft zu entwickeln.

Systemischer Einsatz von MSD-Stunden

Damit die vorhandenen MSD-Ressourcen möglichst effizient und nachhaltig eingesetzt werden, ist es notwendig, dass diese systemisch - also mit Wirkung auf das Gesamtsystem der einzelnen Allgemeinen Schule - eingesetzt werden. 

Systemisch wirksam sind die Ressourcen eingesetzt, wenn die Kolleginnen und Kollegen der GS oder MS einen Zuwachs an Handlungssicherheit erleben und möglichst viele Schülerinnen und Schüler von der Förderung nachhaltig profitieren.

Personalressourcen für die präventive und systemische Förderung

Die einzelne Schule entwickelt ihr individuelles Konzept für die präventive und systemsiche Förderung in Abhängigkeit der ihr zur Verfügung stehenden Zeitressourcen von

  • Lehrerinnen und Lehrern der allgemeinen Schule,
  • MSD-Lehrkräften,
  • Förderlehrerinnen und -lehrern,
  • Jugendsozialarbeit an Schulen,
  • multiprofessionellen Unterstützungskräften (seit SJ 23/24),
  • und weiteren externen Partnern.

Empfohlene Zitierweise

(2025): Präventive und systemische Förderung in gemeinsamer Verantwortung. In: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (Hrsg.), Aktuelles "Gemeinsam systemisch wirken". Verfügbar unter: https://www.isb.bayern.de/aktuelles/isb-prisma/gemeinsam-systemisch-wirken/praeventive-und-systemische-foerderung-in-gemeinsamer-verantwortung/

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