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  • ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht
  • Gemeinsam Bewegen
Trainer und Spieler sitzen auf dem Sportplatz

Kapitel 1

Grundlagen für die Teilhabe am Sportunterricht schaffen: Drei Handlungsbereiche

Strategie

Kapitel 2

Sportunterricht adaptieren: Fünf Stellschrauben für die Praxis

Schulpraxis: Zeit

Geräteraum in einer Sporthalle mit unterschiedlichem Material für eine Sportstunde

Kapitel 3

Repertoire an Sportspielen aufbauen: ​Material und Ideenkisten

Schulpraxis: Zeit

Durchführung: Alle Schülerinnen und Schüler bewältigen dieselbe Bewegungsaufgabe (gemeinsamer Gegenstand) bei variablen Zeitvorgaben.

Hier im Bild: Bei einer Aufgabe, die in einer bestimmten Zeit zu bewältigen ist, wird diese Zeit auf Basis der jeweiligen motorischen Vorausetzungen individuell für die Sportlerinnen und Sportler oder für Gruppen vergleichbarer motorischen Voraussetzungen festgelegt. Eine gemessene Zeit wird je nach individuellen körperlichen Voraussetzungen zu unterschiedlichen Zielvorgaben in Relation gesetzt. 

Durchführung: Alle Schülerinnen und Schüler bewältigen dieselbe Aufgabenstellung, die jedoch durch unterschiedliche Fortbewegungsarten erreicht wird. Hierdurch ergeben sich zwischen den Schülerinnen und Schülern eine ähnliche Dauer für die Bewältigung der Aufgabe. 

Hier im Bild: Zum Zurücklegen eines Laufweges wird die Bewegungsausführung den individuellen motorischen Fähigkeiten angepasst. Links: Fahren mit dem Rollstuhl; Mitte: Laufen (z. B. bei eingeschränkter Beinmotorik); Rechts: Fortbewegung am Boden (Verlangsamung/Erhöhung der notwendigen Zeit für körperlich nicht beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler). 

Durchführung: Indem je nach körperlicher Voraussetzung unterschiedliche Pflicht- und Zusatzaufgaben zugewiesen werden, gleicht sich die notwendige Zeit zur Durchführung der je individuellen Übungsreihen an. 

Hier im Bild: Aus den drei Übungsstationen "Rollen großer Ball" (Links), "Dribbeln mit Baskettball" (Mitte), "Ball zuwerfen" (Rechts) werden eine bis alle 3 Stationen als Pflichtaufgaben vorgegeben. Hierdurch wird beabsichtigt, dass die Schülerinnen und Schüler die Übungsreihe in einer ähnlichen Zeit beenden können. Indem Zusatzaufgaben gestellt werden, können schnellere Sportlerinnen und Sportler weiter trainieren,bis alle Schülerinnen und Schüler die Aufgabe abgeschlossen haben. Hier zum Beispiel durch das Trainieren des Korbwurfes auf der anderen Seite der Halle (nicht im Bild), siehe hierzu wiederrum das Prinzip “Variation der Aufgabenstellung” in der Rubrik “Aufgabe”.

auf Basis von: Gugel, D.: Methodische Hinweise für die inklusive Unterrichtsgestaltung. In: Bayerische Landesstelle für den Schulsport. Führerschein für den Inklusionssportunterricht. 53-55.

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