Schulpraxis: Raum

Durchführung: Die Schülerinnen und Schüler bewältigen die gleiche Kernaufgabe. Durch die Variation in Höhe, Ziel oder Entfernung kann die Anforderung an die individuellen körperlichen Bedürfnisse angepasst werden.
Hier im Bild: Die Kernaufgabe "Wurf mit einem Basketball" ist durch zwei unterschiedliche Wurfziele (Korb/Kasten), drei Wurfentferungen und -höhen differenziert. Die Variation der Wurfhöhe und Entfernung eignet sich besonders, um auf unterschiedliche Armkraft oder Wahrnehmungsfähigkeiten zu reagieren (nah-niedrig bis entfernt-hoch). Das alternative Wurfziel “Kasten” ermöglicht z. B. Würfe bei reduzierter Armkraft und -kontrolle.

Durchführung: Laufwege werden als Differenzierung verkürzt oder verlängert. Darüber hinaus können die Anforderungen weiter variieren, indem Hindernisse eingebaut oder Bewegungsaufgaben während des Laufens hinzugefügt werden. Trotz Differenzierung wird bei diesem Prinzip dieselbe Kernaufgabe ("Zurücklegen eines Laufweges") bearbeitet.
Hier im Bild: Die Streckenlänge wird den individuellen motorischen Bedürfnissen angepasst und markiert (blau, rot, weiß). Innerhalb der unterschiedlichen Strecken werden Aufgabe wie z. B. Drehungen, Sprünge, Rückwärtslaufen etc. variiert: Hierdurch entsteht ein Spektrum im Bereich zwischen "blaue Laufstrecke mit Zusatzaufgaben" bis "weiße Laufstrecke ohne Zusatzaufgaben". Je nach körperlichen Voraussetzungen werden Aufgaben aus diesem Spektrum vergeben.

Durchführung: Das Spielfeld wird in unterschiedliche Zonen eingeteilt, wodurch sich unterschiedlich große Spielbereiche ergeben. Um die verschiedenen Zonen zu bespielen, ist die Bewältigung unterschiedlich langer Laufwege notwendig. Die Schülerinnen und Schüler werden in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt und den Zonen zugeordnet. Ebenso kann auf unterschieliche rezeptive Voraussetzungen reagiert werden: Je nach Zonengröße bestehen unterschiedliche Anforderungen an Aufmerksamkeit und Wahrnehmung.
Hier im Bild: Je nach körperlichen Voraussetzungen dürfen die rote bzw. blaue Zone betreten oder nicht betreten werden. Hierdurch ergibt sich eine unterschiedliche Größe der Zonen: Laufwege werden hierdurch verlängert (Bespielen des kompletten Spielfeldes zwischen den äußeren blauen Markierungen) bzw. verkürzt (Bespielen eines der "blauen Außenfelder" bzw. des "roten Mittelfeldes"). Hinsichtlich der Wahrnehmung ist die "rote Zone" anspruchsvoller, da auf beiden Seiten weitere Spielzonen bestehen. Die "blauen Außenzonen" hingegen grenzen nur an einer Seite an eine weitere.
auf Basis von: Gugel, D.: Methodische Hinweise für die inklusive Unterrichtsgestaltung. In: Bayerische Landesstelle für den Schulsport. Führerschein für den Inklusionssportunterricht. 53-55.
Abbildungsnachweis
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