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  • ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht
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Trainer und Spieler sitzen auf dem Sportplatz

Kapitel 1

Grundlagen für die Teilhabe am Sportunterricht schaffen: Drei Handlungsbereiche

Strategie

Kapitel 2

Sportunterricht adaptieren: Fünf Stellschrauben für die Praxis

Schulpraxis: Organisationsform

Geräteraum in einer Sporthalle mit unterschiedlichem Material für eine Sportstunde

Kapitel 3

Repertoire an Sportspielen aufbauen: ​Material und Ideenkisten

Schulpraxis: Organisationsform

Durchführung: Die Anzahl der Spielerinnen und Spieler einer Mannschaft wird variiert. So entsteht eine Über- bzw. Unterzahl in den gegeneinander spielenden Gruppen. 

Hier im Bild: Mannschaft "weiß" besteht aus vier Rollstuhlfahrenden, Mannschaft "orange" aus zwei Läuferinnen. Dadurch kann die Wettkampfsituation chanchengleich gestaltet werden.

Durchführung: Ziel ist es, eine ähnliche Leistungsstärke in allen Mannschaften zu erreichen, indem die Schülerinnen und Schüler nach ihren motorischen Fähigkeiten in vergleichbare Gruppen eingeteilt werden. Während im vorangehenden Prinzip hierzu unterschiedliche Mannschaftsstärken herangezogen werden, ist diese bei diesem Prinzip gleich und die Homogenisierung findet durch die jeweilige Zusammensetzung statt.

Hier im Bild: Die Mannschaften "schwarz" und "orange" bestehen jeweils aus einer Rollstuhlfahrerin oder einem Rollstuhlfahrer und zwei Fußgängerinnen oder zwei Fußgängern. Die Mitglieder der Mannschaften sind hinsichtlich der motorischen Leistung heterogen, die Spielstärke der Mannschaften jedoch chancengleich.

Durchführung: Die Schülerinnen und Schüler werden nach ihren motorischen Voraussetzungen in zwei unterschiedlich leistungsstarke Mannschaften eingeteilt. Die Spielerinnen und Spieler treten dann mit je nach Mannschaft verschiedenen Aufgabenstellungen gegeneinander an. Durch die verschiedenen Aufgabenstellungen wird die Schwierigkeit der Aufgabenstellung in Bezug auf die Voraussetzungen angeglichen. 

Hier im Bild: Zielwurf-Variation durch verschiedene Kombinationen aus Wurfziel und eingesetztem Ball. Schülerinnen und Schüler mit eingeschränker Armkraft im Rollstuhl werfen z. B. auf den Kasten, laufende Schülerinnen und Schüler mit eingeschränkter Armkraft werfen einen leichten Ball auf ein nahes Ziel in mittlerer Höhe (aufgestellter Korb), alle weiteren einen schwereren Ball auf ein ferneres Ziel in größerer Höhe (Basketball, Korb von der Freiwurflinie aus). Durch mehrere Bälle, Zielhöhen und -entfernungen sind weitere Abstufungen möglich. 

auf Basis von: Gugel, D.: Methodische Hinweise für die inklusive Unterrichtsgestaltung. In: Bayerische Landesstelle für den Schulsport. Führerschein für den Inklusionssportunterricht. 53-55.

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Sportunterricht adaptieren: Fünf Stellschrauben für die Praxis

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