Schulpraxis: Aufgabe

Durchführung: Durch Variationen wird versucht, chancengleiche Voraussetzungen zu schaffen. Hierfür sind je nach Aufgabenstellung verschiedene Ansatzpunkte möglich.
Hier im Bild: Auch Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf verwenden einen Rollstuhl. Der Rollstuhl wird damit zu einem von allen Teilnehmenden genutzten Sportgerät. Die Rahmenbedingungen nähern sich an und es können Sportarten gemeinsam ausgeführt werden: Je nach Zahl der verfügbaren Rollstühle eignen sich verschiedene Disziplinen. Ein Rollstuhl-Parcours kann bereits mit ein oder zwei Rollstühlen durchgeführt werden, je nach Gruppengröße. Mit einigen wenigen wird etwa bereits Rollstuhl-Tanz möglich bis hin zu Rollstuhl-Baskettball in voller Mannschaftszahl.
Einen Audio-Beitrag zur praktischen Umsetzung finden Sie im Baustein "Fachwissen aufbauen".

Durchführung: Eine gemeinsame Bewegungsaufgabe wird differenziert.
Hier im Bild: Beispiel Ballwurf.Die Schülerinnen und Schüler werfen die Bälle auf unterschiedliche Ziele entsprechend ihrer koordinativen Fähigkeiten und körperlichen Voraussetzungen; die Korbhöhe und der Abstand zum Ziel variieren. Dies kann mit dem Einsatz unterschiedlicher Bälle kombiniert werden.

Durchführung: Für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf kmE gelten individuelle Regeln, z. B.:
- wird eine höhere Anzahl von Versuchen festgelegt, bis jemand aus einem Spiel ausscheidet
- zählen in einem Abwurf-Spiel nur Treffer an einem bestimmten Körperteil (in Abgrenzung etwa zu einem Treffer an einem Hilfsmittel, welcher nicht gewertet wird)
- werden Aufgaben, die üblicherweise von einer Person erfüllt werden müssen, auf mehrere Personen aufgeteilt.
Hier im Bild: Kombination aus zwei Anwendungsbeispielen.
Variation 1) Die Aufgabe der Verteidigung vor dem Tor wird in Mannschaft "orange" von zwei Schülern im Rollstuhl übernommen, während dies in Mannschaft "schwarz" nur von einer Person zu leisten ist.
Variation 2) Für Läuferinnen und Läufer zählen Ballberührungen mit den Beinen/Füßen als Fehler und führen zu einem Punkt für die gegnerische Mannschaft. Bei Rollstuhlfahrenden wird ein Ballkontakt am Rollstuhl hingegen nicht gewertet.
auf Basis von: Gugel, D.: Methodische Hinweise für die inklusive Unterrichtsgestaltung. In: Bayerische Landesstelle für den Schulsport. Führerschein für den Inklusionssportunterricht. 53-55.
Abbildungsnachweis
- Bildnachweis zum Vorschaubild der Seite: © Wolf
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