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  • ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht
  • Das bayerische Qualitätstableau

Kapitel 1

Vorwort

Kapitel 2

Einleitung

Kapitel 3

Modul A Lehren und Lernen

Modul A2 Nachvollziehbarkeit des Lernangebots

Modul A3 Variation der Lehr- und Lernmethoden

Modul A5 Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen

Kapitel 4

Modul B Persönlichkeit stärken

B1 Demokratieerziehung, Achtung und Rücksicht

Kapitel 5

Modul C Schule leiten

Kapitel 6

Modul D Professionell handeln

D1 Kooperative Unterrichtsentwicklung

D2 Individuelle und schulische Weiterentwicklung

D3 Zusammenarbeit mit Eltern und Kooperationspartnern

Kapitel 7

W1 Heterogenität

Kapitel 8

W2 Digitalisierung

Kapitel 9

W3 Ganztag

W2 Digitalisierung

Die Digitalisierung hat bereits in alle Lebensbereiche der Gesellschaft Einzug gehalten. Um Schülerinnen und Schüler adäquat auf die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen vorzubereiten, sind der kompetente Umgang mit digitalen Medien sowie das kritische Reflektieren darüber integrale Bestandteile des Erziehungs- und Bildungsauftrages.

Die Digitalisierung durchdringt dabei alles, was Schule ausmacht, ohne dass der Einsatz digitaler Medien einen Selbstzweck verfolgt oder den Wert analoger Ansätze in Zweifel zieht. Die Schulleitung verantwortet die Verankerung verlässlicher Standards für die digitale Bildung in der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie den zielgerichteten Einsatz digitaler Medien im Schulmanagement. Das Kollegium nutzt die Potentiale und stellt sich den Herausforderungen der Digitalisierung, indem es sich fortbildet und in kollegialer Kooperation didaktische und methodische Vorgehensweisen zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht abstimmt, regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt. Digitale Medien bieten dabei vielfältige Möglichkeiten zur Bereicherung eines kompetenzorientierten Unterrichts. Sie bergen großes Potential, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und damit die Chancengerechtigkeit durch Bildung zu unterstützen. Im Sinne des Lernens über digitale Medien ist eine verantwortungsvolle, reflektierte, kreative Verwendung digitaler Medien ein wichtiger Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Eine kritische Auseinandersetzung beinhaltet zum Beispiel die Beurteilung der Glaubwürdigkeit verschiedener medialer Quellen oder den Einfluss der Medien auf die eigene Meinungsbildung.

Bei der Erfassung des Themas Digitalisierung ist ein Bezug zu den Rahmenbedingungen der Einzelschule wichtig. Für die Digitalisierung relevante Rahmenbedingungen der Schule umfassen die Betrachtung von Merkmalen aus den Bereichen IT-Ausstattung (z. B. digitale Endgeräte in Klassen, Fachräumen und weiteren Lernräumen, Leihgeräte etc.), Netzwerk (z. B. Internetzugänge, Bandbreite, WLAN etc.), Software (z. B. Cloud-Dienste, Kommunikationssysteme, Lernprogramme, digitale Lernumgebungen/Lernplattformen etc.) sowie Nutzungskonzepte, Wartung und technischer Support.

Businessman using a computer  analysis for process and workflow automation with flowchart, a businessman in background

W2.1 Die Schulleitung verantwortet die Konzeption und Umsetzung der digitalen Bildung an der Schule.

1. Die SL achtet auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des digitalen Lehrens und Lernens. (C3.1.7)
2. Die SL befördert, dass der Einsatz digitaler Medien flexibel an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst wird. (C1.2.5)
3. Die SL sorgt für eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Medienkompetenz. (C2.1.4)

Symbolbild: Eine Hand sucht Daten in einem Ordner auf einem digitalen Bildschirm

W2.2 Die Schulleitung befördert ein digital gestütztes Schulmanagement.

1. Die SL befördert, dass die Kommunikation und der Informationsaustausch durch digitale Medien erleichtert werden. (C1.1.2)
2. Die SL trifft verbindliche Vorgaben für die Nutzung digitaler Medien zur schulinternen Arbeitsorganisation und zur kollegialen Zusammenarbeit. (C1.2.4)
3. Digitale Medien unterstützen die Dokumentation und den Austausch von Wissen. (C1.3.3)

Digitales Hologramm mit Studenten- und Hochschulkonzept

W2.3 Das Kollegium nutzt die Potenziale der Digitalisierung in Unterricht und Schule.

1. Das Kollegium stimmt sich über den effektiven Einsatz digitaler Medien im Unterricht ab. (D1.1.2)
2. Der Einsatz digitaler Medien wird fach- und altersgerecht konkretisiert. (D1.2.3)
3. Die lernförderliche Nutzung digitaler Medien im Unterricht wird reflektiert. (D1.3.3)
4. Die Lehrkräfte nutzen Fortbildungen, um ihre Medienkompetenz zu erweitern. (D2.2.5)
5. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wird durch digitale Medien unterstützt. (D3.1.6)

Digitales Symbolbild für Spracherkennung am Smartphone

W2.4 Zur Gestaltung eines kompetenzorientierten Unterrichts werden digitale Medien eingebunden.

1. Digitale Medien unterstützen die Veranschaulichung. (A2.2.5)
2. Digitale Medien tragen durch die Variation von Lernaktivitäten zur Motivierung bei. (A3.2.4)
3. Digitale Medien unterstützen den Bezug der Lernaktivitäten zur Lebenswelt. (A4.2.3)
4. Digitale Medien werden genutzt, um Aufgaben kreativ, kooperativ und problemlösend zu bearbeiten. (A6.2.5)
5. Die SuS erhalten Gelegenheiten zum Kompetenzerwerb im Umgang mit digitalen Medien. (A6.3.5)
6. Die Lehrkräfte nutzen kompetenzorientierte, digital gestützte Prüfungsformate. (A5.2.7)

E-Mail-Symbol auf blauem Hintergrund

W2.5 Digitale Medien unterstützen die individuelle Förderung und Selbststeuerung der Schülerinnen und Schüler.

1. Zur Beobachtung des Lernprozesses und zur Gewinnung von Informationen in Bezug auf den Lernfortschritt werden die Möglichkeiten digitaler Medien genutzt. (A5.1.3)
2. Zur Differenzierung durch lernstandspezifische Aufgaben werden die Möglichkeiten digitaler Medien genutzt. (A5.1.6)
3. Zur individuellen Förderung während und in Ergänzung des Unterrichts werden die Möglichkeiten digitaler Medien genutzt. (A5.2.5)
4. Selbstgesteuerte Lernprozesse werden durch digitale Medien unterstützt. (A5.3.5)
5. Die Lehrkräfte und die SuS nutzen digitale Kommunikations- und Feedbackformate. (A5.2.6)

Mädchen liegt mit Tablet im Bett und zeichnet mit digitalem Stift

W2.6 Die Schule fördert die selbstbestimmte Teilhabe der Schülerinnen und Schüler an der digitalen Gesellschaft.

1. Es werden klare Regeln zur Nutzung digitaler Geräte und Medien vermittelt. (B3.2.1)
2. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen über die eigene Person und andere Personen wird reflektiert. (B3.2.2)
3. Den SuS werden grundlegende rechtliche Voraussetzungen zur Nutzung und Verbreitung von digitalen Inhalten vermittelt. (B3.2.3)
4. Die Glaubwürdigkeit von Informationen verschiedener medialer Quellen wird kritisch reflektiert. (B3.2.4)
5. Der Einfluss der Medien auf Wertvorstellungen, Rollen- und Weltbilder sowie auf eigene Handlungsweisen wird hinterfragt. (B3.2.5)

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