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  • ISB Prisma - Magazin für Schule & Unterricht
  • 60 Jahre ISB – Damals. Heute. Morgen.

Kapitel 1

1966 – Zwei Keimzellen, eine Idee

Kapitel 2

Die medienpädagogische DNA des ISB – Unterricht im Blick

Kapitel 3

Vier Namen – ein Auftrag

Vier Namen – ein Auftrag

Die Konzentration in der Arabellastraße

Um Synergieeffekte konsequent zu nutzen und die Einheit des bayerischen Schulwesens zu demonstrieren, erweiterte Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier im August 1971 das bisherige IGP zum Staatsinstitut für Schulpädagogik (ISP), welches nun alle Schularten umfasste.

Im Februar 1972 folgte der nächste logische Meilenstein: Unter der Initiative von Hans Maier wurden die über München verteilten schulpädagogischen und bildungsplanerischen Kräfte räumlich im neu geschaffenen Zentrum für Bildungsforschung in der Arabellastraße 1 zusammengeführt. Hier arbeiteten das IfB, das ISP, das Institut für Frühpädagogik (IFP) und das Institut für Unterrichtsmitschau Tür an Tür.

Die räumliche Zusammenführung in der Arabellastraße 1 betraf mehrere Institutionen.
Die veränderte Aussicht nach dem Umzug wurde humorvoll aufgenommen.

Die Geburt des Kürzels „ISB“

Nach dem plötzlichen Tod des IfB-Gründungsdirektors Professor Schorb im Jahr 1984 vollzog das Kultusministerium den finalen Schritt zur Effizienzsteigerung: Das verkleinerte IfB wurde offiziell mit dem ISP verschmolzen. Es entstand das Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (ISB).

Wie Staatssekretär Rudolf Klinger rückblickend humorvoll bemerkte, wurde der Austausch des Buchstabens „P“ durch das „B“ an den Schulen phonetisch kaum wahrgenommen, markierte jedoch den endgültigen Durchbruch zu einer integrierten Denkfabrik für Bayerns Schulen.

Die Stationen des Namenskarussells

  • 1966: Institut für Gymnasialpädagogik (IGP) & Staatsinstitut für Bildungsforschung und Bildungsplanung (IfB)
  • 1971/1972: Das ISP entsteht und wird Teil des neuen „Zentrums für Bildungsforschung“ in der Arabellastraße.
  • 1984: Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (Die Geburtsstunde des Kürzels „ISB“)
  • 2003: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (Einzug des Begriffs „Qualität“)

Im Portrait: Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier

Hans Maier (1931–2026) war Politikwissenschaftler, Publizist und von 1970 bis 1986 bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus. In seine Amtszeit fiel die Gründung des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), dessen Entwicklung und Profilbildung er als Kultusminister maßgeblich unterstützte. Zuvor war er Professor für Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und engagierte sich im Deutschen Bildungsrat für die Weiterentwicklung des Bildungswesens. Auch nach seiner Zeit als Kultusminister blieb er Wissenschaft und Bildungspolitik eng verbunden und prägte den öffentlichen Diskurs mit zahlreichen Veröffentlichungen. Hans Maier gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der bayerischen Bildungs- und Wissenschaftspolitik der Nachkriegszeit.

Das Jubiläums-Quiz – Runde 3

Testen Sie Ihr Wissen! Die Auflösung finden Sie im nächsten Schlaglicht im Oktober.

Frage 5: Die vom damaligen Kultusminister Prof. Hans Maier 1972 initiierte Konzentration der verschiedenen Institute in der Arabellastraße („Zentrum für Bildungsforschung“) verfolgte ein primär wissenschaftsorganisatorisches Ziel. Welches?

  • A: Durch räumliche Nähe interdisziplinäre Synergien zwischen Bildungsplanung, Frühpädagogik und Unterrichtsforschung zu erzwingen.
  • B: Die strikte Trennung von administrativer Verwaltung und schulpraktischer Forschung zu zementieren.
  • C: Die vollständige Verlegung aller bayerischen Lehrplan-Kommissionen an universitäre Institute vorzubereiten.
  • D: Die Digitalisierung der Schulverwaltung durch zentrale Großrechneranlagen voranzutreiben.

Frage 6: Wenn man die Entwicklung von den analogen Anfängen im Rupprecht-Gymnasium bis zur Etablierung des Kürzels „ISB“ im Jahr 1984 betrachtet, spiegelt dies einen generellen Trend in der deutschen Bildungsgeschichte wider. Welchen?

  • A: Den Trend zur Verkleinerung staatlicher Bildungsbehörden und der Privatisierung der Curriculumentwicklung.
  • B: Die Professionalisierung und Institutionalisierung einer eigenständigen, staatlichen Begleitforschung für das Schulwesen.
  • C: Die zunehmende Akademisierung der Lehrkräftefortbildung ohne direkten Bezug zur staatlichen Schulaufsicht.
  • D: Die Abkehr von länderspezifischen Bildungswegen hin zu einem zentralistischen Bundesschulsystem.

Auflösung aus dem August:

  • Frage 3: Richtige Antwort B (Die Erforschung des unbeeinflussten, realen Unterrichtsgeschehens bildete das Fundament für praxisnahe, empirisch gestützte Handreichungen.)
  • Frage 4: Richtige Antwort A (Diese frühe Synthese aus technologischem Fortschritt und strukturierter Forschung legte den Grundstein für die heutige medienpädagogische Kernkompetenz des ISB.)

Ausblick auf das Oktober-Schlaglicht:

Mit der Zeit gewachsen. Von sechs auf neun Abteilungen: Wie das ISB seine internen Strukturen dynamisch an sich ändernde Rahmenbedingungen angepasst hat.

Vorheriger Artikel:

Die medienpädagogische DNA des ISB – Unterricht im Blick

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