Migration / Interkulturelle Kompetenz

Der Alltag an vielen bayerischen Schulen ist geprägt von einer kulturellen und sprachlichen Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler. Von den 1,4 Millionen bayerischen Schülerinnen und Schülern haben ca. 11,7% Migrationshintergrund (Schuljahr 2009/10). Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft bringt für alle Beteiligten Chancen und Herausforderungen mit sich.
Daher gibt es zu dieser Thematik am ISB mehrere Projekte, die die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in verschiedenen Bereichen zum Ziel haben:

www.kompetenz-interkulturell.de

Dieses Internetportal will  Informationen und Unterstützung für alle (v.a. Lehrkräfte) anbieten, die Anregungen für den positiven Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt an den Schulen suchen. Auf den Unterseiten finden Sie Ideen, Beispiele und Projekte aus der Praxis für die Praxis.

Handreichungen zur interkulturellen Erziehung

MitSprache fördern

Materialien zur Sprachförderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an Gymnasien und Realschulen
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Divers - kontrovers?

In „Divers – kontrovers?“ setzen sich Autoren aus Universitäten und verschiedenen Schularten mit Diversität im Klassenzimmer, Bildungserfolg, Elternarbeit und Sprachförderung praxisbezogen auseinander. Die „Ideen für den interkulturellen Schulalltag“ verfolgen allesamt das zentrale Anliegen, interkulturelle Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung zu unterstützen. Zugleich ist das Schriftstück die erste Veröffentlichung des Bayerischen Netzwerks für Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte (LeMi).
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KommMIT

Bei KommMIT (Kommunikation, Migration, Integration, Teilhabe) handelt es sich um einen Schulversuch mit 28 Schulen aller Schularten, dessen zentrales Ziel es ist, die Integration von jungen Migrantinnen und Migranten zu verbessern. Die erprobten Praxisbeispiele können auf dem o.g. Portal abgerufen werden.

Im Bereich "Interkulturelles Lernen" werden weiterhin schulische Projekte und Materialien, die im Rahmen von ISB-Arbeitskreisen in Kooperation mit UNESCO-Projektschulen erarbeitet wurden, zur Verfügung gestellt.

Erziehungspartnerschaft (Schule mal anders)

Das zentrale Anliegen von „Schule mal anders – Mütter lernen Deutsch an der Schule ihrer Kinder“ ist die Unterstützung des Zusammenwachsens einer Gesellschaft, die sehr vielfältige Wurzeln hat. Das besondere Bildungsangebot „Deutschkurse für Mütter an den Schulen“ bildet die Basis einer Erziehungspartnerschaft. Es erfüllt bei lebendiger Kooperation eine dreifache Zielsetzung auf sehr effiziente Weise: Die Frauen profitieren von diesem erwachsenengerechten Bildungsangebot und wenden vor allem an Inhalten der Schule die neue Sprache Deutsch aktiv an. Sie lernen dabei die Schule, Lehrkräfte, Fächer, Schüler, das Schulleben und ihren Stadtteil kennen. Andererseits erfahren die Lehrkräfte durch die tägliche Begegnung mit den Frauen und in zahlreichen Kooperationsprojekten mehr über die Herkunftskulturen und Sprachen ihrer Schüler. In kürzester Zeit baut sich eine Lern-Atmosphäre auf, die gegenseitiges Vertrauen schafft und die den Schulerfolg von Kindern mit Migrationshintergrund beschleunigt.
In Zusammenarbeit mit dem Klett Verlag ist dazu ein Handbuch erschienen unter dem Titel „Schule mal anders – Mütter lernen Deutsch an er Schule ihrer Kinder“, München 2003.

Rundbrief „Sch.i.f.f.“

Der Rundbrief „SchülerInnen interkulturell flexibel fördern" erscheint zweimal im Schuljahr mit der Zielsetzung, Lehrkräfte aller Schularten im Hinblick auf die Hintergründe und Zusammenhänge interkultureller Themenstellungen für die Förderung der Mehr- sprachigkeit zu sensibilisieren, zu informieren und gleichzeitig mit praktischen Hinweisen (Praxisbeispiele, Kopiervorlagen zu Unterrichtsmaterialien, etc.) in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen.

Ihre Ansprechpartner

Interkulturelle Kompetenz

KommMIT

Sprachbegleitende Förderung von Migranten