Übertritte von der Grundschule in die Sekundarstufe I

Der Übertritt von der Grundschule in die Sekundarstufe I nach der vierten Jahrgangsstufe ist einer der zentralen Übergangspunkte für Bildungslaufbahnen. Voraussetzung für den Übertritt an eine Mittelschule, eine Realschule oder ein Gymnasium ist in Bayern ein Übertrittszeugnis der Grundschule mit entsprechendem Eignungsgutachten. Relevant für dieses Gutachten ist der Notendurchschnitt der drei Fächer Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht. Die Regelungen im Einzelnen finden Sie im Internetauftritt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus:

Kinder mit deutschem Pass und ohne deutschen Pass

Übertrittsquoten aus der Jahrgangsstufe 4 an die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium von Kindern mit deutscher Staatsangehörigkeit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Jahr 2017

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Quelle: Amtliche Schuldaten des Bayerischen Landesamtes für Statistik

Als Merkmal für einen Migrationshintergrund steht in der Statistik der Übertritte ausschließlich die Staatsangehörigkeit zur Verfügung. Im Schuljahr 2016/17 hatten 10.097 der 105.734 Viertklässlerinnen und Viertklässler keine deutsche Staatsangehörigkeit.
 
Kinder ohne deutschen Pass treten häufiger als ihre Mitschüler an die Mittelschule über und seltener an die Realschule oder das Gymnasium. Der Anteil der Übertritte an „sonstige Schularten“ ist bei ihnen relativ hoch, weil hierzu auch Schulen im Ausland sowie ausländische und internationale Schulen in Deutschland zählen. Zwischen den Nationalitäten zeigen sich große Unterschiede: Beispielsweise besuchen Kinder mit türkischer, griechischer oder syrischer Staatsangehörigkeit viel häufiger die Mittelschule als andere ausländische Schülerinnen und Schüler. Kinder mit österreichischem, vietnamesischem oder chinesischem Pass hingegen besuchen häufiger ein Gymnasium als deutsche Kinder.
--- letzte Aktualisierung: 18. Mai 2018 ---