Schulische Anschlüsse

Schulische Anschlüsse sind ein Indikator für die Durchlässigkeit eines Schulsystems.

Anschlussmöglichkeiten werden nach einem erfolgreichen Schulabschluss wahrgenommen. Die Schullaufbahn wird dann an einer Schulart fortgesetzt, die zu einem weiterführenden als dem bereits erworbenen Abschluss führt. In den meisten Fällen geschieht dies unmittelbar nach Erwerb des Schulabschlusses, manchmal aber auch erst nach einer zeitlichen Unterbrechung.

Die Möglichkeit, schulische Anschlüsse wahrzunehmen, ist zumeist an bestimmte Anforderungen geknüpft:

Daten für Bayern insgesamt

Direkte schulische Anschlüsse nach Schularten im Schuljahr 2016/17

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Quelle: Amtliche Schuldaten des Bayerischen Landesamtes für Statistik
 
An der Mittelschule besteht flächendeckend die Möglichkeit, einen mittleren Schulabschluss zu erwerben. Zuletzt wechselten 33,1 % der Neuntklässler innerhalb ihrer Schulart in die Jahrgangsstufe 10 (nicht in der Grafik). Deshalb ist die Zahl der Anschlüsse an anderen Schularten aus dieser Jahrgangsstufe vergleichsweise gering. Wenn doch ein Anschluss erfolgt, wird fast ausschließlich die Wirtschaftsschule gewählt. 4,6 % der Mittelschul-Neuntklässler des Schuljahres 2015/16 setzten dort ihre Schullaufbahn fort. Anschlüsse an der Realschule oder dem Gymnasium kommen vereinzelt vor.

Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss machen in erster Linie an der Fachoberschule (FOS) weiter. Von den Realschülern der Jahrgangsstufe 10 des Schuljahres 2015/16 gingen 33,0 % an die FOS, aber auch viele Absolventen der Mittelschule und der Wirtschaftsschule schlugen diesen Weg ein. An das Gymnasium gingen nach dem mittleren Schulabschluss 1,3 % der Mittel-, 1,0 % der Wirtschafts- und 4,2 % der Realschüler.
--- letzte Aktualisierung: 11. Juli 2017 ---