Berufsorientierung INDIVIDUELL

Professionelle Unterstützung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern aller Schularten bei der Berufsorientierung
In fast allen Schulen finden sich Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund einer Erkrankung oder einer umfassenden Beeinträchtigung (z. B. Diabetes, Epilepsie, Persönlichkeitsstörungen, Autismus, Körper- und Sinnesbehinderungen) im Sinne des Sozialrechts als schwerbehindert gelten. Für diese Schülerinnen und Schüler ist es oft nicht einfach, am Ende der Schulzeit, eine realistische berufliche Perspektive zu entwickeln. Durch fachkundige Beratung und eine individuelle professionelle Begleitung bei der Berufsorientierung lassen sich hier bisweilen rasch und unkompliziert Barrieren überwinden und gangbare Wege aufzeigen.

Im Rahmen von „Berufsorientierung INDIVIDUELL“ können betroffene Jugendliche für bis zu 6 Monate eine solche umfassende, passgenaue professionelle Begleitung bei der Berufsorientierung durch geschulte Fachkräfte der Integrationsfachdienste (IFD) in Anspruch nehmen.

Berufsorientierung INDIVIDUELL ist eine Maßnahme im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Initiative Inklusion". Sie wird in Kooperation der Bayerischen Staatsministerien für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW) sowie für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration (StMAS) und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Die Maßnahme steht aktuell bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 zur Verfügung.

Berufsorientierung INDIVIDUELL im Überblick

Was bietet Berufsorientierung Individuell?

Individuelle Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei der Berufsorientierung durch Fachkräfte des Integrationsfachdienstes (IFD)  für bis zu 6 Monate
z. B. durch
  • individuelle Stärken-/Schwächen-Analyse
  • Information über verschiedene Berufsbilder
  • Akquise von Praktikumsplätzen
  • Begleitung und Auswertung von Praktika
  • Stärkung der persönlichen und beruflichen Kompetenzen
  • Bewerbungstraining
  • Berufswegekonferenz
Laufzeit:  bis Ende des Schuljahres 2015/16 (spätester Maßnahmebeginn)

Wer kommt in Frage?

Schülerinnen und Schüler aller Schularten
  • die in den letzten (beiden) Jahren vor ihrem angestrebten Schulabschluss stehen.
  • bei denen besondere Hindernisse für die Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erwarten sind (z. B. wegen einer Erkrankung, Behinderung und/oder sonderpädagogischem Förderbedarf).
  • bei denen es möglich erscheint, durch eine zusätzliche individuelle Unterstützung in der Phase der beruflichen Orientierung, eine realistische Perspektive und tragfähige Netzwerkstrukturen für eine spätere Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu entwickeln.

Was ist zu beachten?

  • Schlüsselfunktion von Schulen und Lehrkräften:
    Ausschließlich die Schulen und Lehrkräfte können mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen und diese auf die Maßnahme aufmerksam machen.
    Eine frühzeitige Meldung erleichtert eine an schulische Notwendigkeiten und individuelle Bedürfnisse angepasste zeitliche und inhaltliche Planung der Unterstützung.

  • Einschätzung der Eignung für die BI:
    Schulen/Lehrkräfte stehen nicht in der Verantwortung, eine Behinderung/Schwerbehinderung festzustellen. Im Rahmen einer Beratung oder eines unverbindlichen Erstgesprächs unterstützt der IFD bei der Einschätzung, inwiefern eine Behinderung / Beeinträchtigung vorliegt.

  • Mitwirkung der Schulen und Lehrkräfte bei der BI:
    Eine Mitwirkung, Unterstützung der BI durch Lehrkräfte und Schulen erscheint sinnvoll und ist konzeptionell angedacht. Grundsätzlich kann eine Begleitung durch den Integrationsfachdienst aber auch ohne Einbeziehung der Schule erfolgen (z. B. wenn Schüler oder Eltern dies wünschen).

Wo bekomme ich weitere Informationen? (Siehe Box "Downloads", rechts)

  • Ansprechpartner bei den zuständigen Integrationsfachdiensten
  • Ansprechpartner in der Schulaufsicht Ihrer Schulart
  • www.integrationsfachdienst.de
  • Informationen des Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) (wird aktualisiert)
  • Flyer zur BI für jeden Regierungsbezirk
  • Informationsblatt für Schulen und Lehrkräfte
 
  • Im Rahmen seiner Möglichkeiten steht der IFD für Informationsveranstaltungen in Schulen sowie für Dienstbesprechungen und Fortbildungen zur Verfügung.

INTEGRATIONSFACHDIENST (IFD) – Was ist das?

Integrationsfachdienste finden sich in allen Regierungsbezirken Bayerns. Ihre im Sozialgesetzbuch IX zugrunde gelegte Aufgabe ist es, die Integration von Arbeitnehmern mit Behinderung in das Erwerbsleben zu unterstützen, zu begleiten und zu sichern. Sie stehen dabei sowohl als Ansprechpartner und Dienst für Menschen mit Behinderung selbst, aber auch für Arbeitgeber zur Verfügung. Seit Jahren verfügen sie über Erfahrungen in der beruflichen Eingliederung von Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und/oder mit Schwerbehinderung. Näheres zu Integrationsfachdiensten finden Sie unter: www.integrationsfachdienst.de.