Evaluationsbezogene Lehrerängste - und ihre potenzielle Bedeutung für die Akzeptanz externer Evaluation

Evaluationsbezogene Lehrerängste - und ihre potenzielle Bedeutung für die Akzeptanz externer Evaluation
Ausgehend von 12 Interviews mit je zwei Lehrkräften aus den Schularten Gymnasium, Realschule, Volksschule, Berufsschule, Wirtschaftsschule und Förderschule wurden die Befürchtungen von Lehrkräften in Bezug auf externe Evaluation exploriert.

Die Auswertung des Datenmaterials ergab 9 Angstkategorien aus drei Themenbereichen:
1. Situationskontrolle (Angst vor Unbekanntem, Angst vor falschem Eindruck, Angst vor unrealistischen Erwartungen)
2. Effekte und Nebeneffekte (Angst vor negativen Folgen [Lehrer], Angst vor negativen Folgen [Schule], Angst vor Störung), und
3. Status und Selbstbild (Angst vor Beurteilung, Angst vor Kritik, Angst vor Öffentlichkeit).

Zusätzlich wurden vier „vermittelnde“ Kategorien gebildet (Emotionen in Bezug auf externe Evaluation, Assoziationen zur Methode der Evaluation, Assoziationen zur Person des Evaluators, Potenzielle positive Folgen der Evaluation), welche als mögliche Katalysatoren für einzelne Ängste gedeutet, jedoch keiner weiteren Analyse unterzogen wurden.

Die Ergebnisse der Untersuchung bilden die Grundlage für weiterführende Überlegungen zur Sicherung bzw. Steigerung der Akzeptanz von Lehrerinnen und Lehrern in Bezug auf die externe Evaluation.