Digitale Medien im Fachunterricht

Schulische Medienarbeit auf dem Prüfstand
Das ISB legt eine Studie über den alltäglichen Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht und über die Verbreitung medienpädagogischer Aktivitäten an verschiedenen Schularten in Bayern vor. Sie gibt Antwort auf die Frage, in welchem Umfang die digitalen Ausstattungsinitiativen ihre Früchte tragen, digitale Medien im Fachunterricht zur Selbstverständlichkeit an unseren Schulen geworden sind und medienerzieherische Bemühungen angesichts der öffentlichen Anlässe weitere Verbreitung gefunden haben.
Medien im Fachunterricht - eine Selbstverständlichkeit?
Eine Lehrerbefragung 2002 und 2006 über den Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht und über medienerzieherische Aktivitäten bringt Licht in die mediale Unterrichtsrealität. Sind nach einer Phase kontroverser Diskussionen der Einsatz des Computers, von Beamern und digitalen Wandtafeln als neue Unterrichtsmittel zur alltäglichen Routine im Regelunterricht an unseren Schulen geworden?
Tragen die aufwändigen Ausstattungsmaßnahmen an den meisten Schulen und die vielen Fortbildungsinitiativen für Lehrkräfte ihre Früchte?
Und haben die erschreckenden Ereignisse mit jugendlichen Gewalttätern in der jüngeren Vergangenheit zu verstärkten medienpädagogischen Aktivitäten an unseren Schulen geführt?
Die Ausgangslage: Das Bild von der Verbreitung, Normalität und Qualität „neuer“ Medien im schulischen Alltag wird häufig noch geprägt von einigen Pionier- und Leuchtturmschulen, die sich im Medienbereich besonders ausgezeichnet haben. Darüber hinaus existierten über den Einsatz digitaler Anwendungen im Unterricht bislang nur spärliche Informationen. Auch über die medienpädagogischen Aktivitäten an unseren Schulen angesichts der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, bei denen Jugendliche zu Gewalttätern wurden und dabei ihr exzessiver Medienkonsum in den Mittelpunkt der Diskussion geriet, waren die Informationen bisher nicht sehr ergiebig.

Eine repräsentative Lehrerbefragung in diversen Schularten in Bayern im Jahr 2006 nach einer Erstuntersuchung im Jahr 2002, an der sich jeweils rund 5000 Lehrkräfte beteiligten, schließt diese Lücke.

Was hat sich in den vier zurückliegenden Jahren verändert? Welche Gründe haben Lehrkräfte, wenn sie auf den Einsatz digitaler Medien in ihrem Unterricht verzichten? Wie verbreitet ist ein medienpädagogischer/medienerzieherischer Unterricht an unseren Schulen? Und wie eng ist das Verhältnis von "neuen" Unterrichtsformen und den "neuen" Medien? Auf diese und andere Fragen versucht die neue Studie des ISB eine Antwort zu geben.
Bild von
Ansprechpartnerin:
Dr. Vera Haldenwang
Preis:
kostenlos
Veröffentlicht:
September 2007
Schularten:
Berufsoberschule, Fachoberschule, Förderschulen, Grundschule, Gymnasium, Mittelschule, Realschule, Wirtschaftsschule
Bezug:
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Schellingstraße 155
80797 München
Herausgeber:
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Schellingstraße 155
80797 München