Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule-Beruf

Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (ÜFSB)
Die bayernweite Maßnahme wird in gemeinsamer Verantwortung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW), des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration (StMAS) sowie der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern (RD BY) durchgeführt. Mit der Unterzeichnung der inzwischen dritten Kooperationsvereinbarung haben die Beteiligten eine Fortführung der Gesamtmaßnahme für weitere drei Durchgänge bis zum 31.08.2016 vereinbart.

AKTUELL:

Der Leitfaden und die Materialien stehen in einer aktualisierten Version (Stand: 01.06.2014) zur Verfügung.

Grundlegende Informationen

Ziele
Ziel ist es, Schülern mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Schwerbehinderte Schulabgänger der Berufsschulstufe sollen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen vermittelt werden. Wesentliches Kennzeichen ist die Begleitung durch den Integrationsfachdienst.
Zielgruppe sind diejenigen, die bisher in die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eingetreten waren, sich mit entsprechender Unterstützung jedoch voraussichtlich auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hätten behaupten können. Hierfür kooperieren Integrationsfachdienste, Förderschulen und Arbeitsagenturen sowie die beteiligten Ministerien, Integrationsämter, Schulverwaltungen, Bayerische Bezirke und WfbM.

Maßnahmen
Angewendet werden zwei gesetzlich geregelte Maßnahmen:
  • Berufsorientierungsmaßnahmen:
    Vertiefte Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung - BOM (§ 48 SGB III)
  • Unterstützte Beschäftigung - UB (§38a SGB IX)
Die Maßnahmen beginnen ab der 11. Jahrgangsstufe in der Berufsschulstufe und reichen bis zu einem Jahr nach Schulabschluss.

Maßnahme Steuerung
Die Steuerungsgruppe ist in den Ministerien zugeordnet. Dort sind Vertreter der Agentur für Arbeit, der Bayerischen Bezirke, der Schulverwaltung, der Landesarbeitsgemeinschaften von IFD und WfbM sowie die wissenschaftliche Begleitung vertreten.
Mit der fachlichen Lenkung sind federführend das Integrationsamt Nürnberg (Frau Karin Wirsching) und das ISB (Herr Thomas Miller) beauftragt. Im Lenkungskreis sind alle beteiligten Institutionen vertreten und behandeln die konkreten Erfordernisse bei der praktischen Durchführung.

Wissenschaftliche Begleitung:

Prof. Dr. Erhard Fischer, Universität Würzburg, hat die Entwicklung der Maßnahme wissenschaftlich begleitet. Der von ihm und Frau Manuela Heger erstellte Abschlussbericht  „Berufliche Teilhabe und Integration von Menschen mit geistiger Behinderung“  liegt seit Herbst 2011 vor.

Weitere Informationen zu diesem abgeschlossenen Forschungsvorhaben finden Sie hier.



Unter dem Titel „MEGBAA“ (Menschen mit geistiger Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) widmet sich die Universität Würzburg derzeit in einem weiterführenden Forschungsprojekt der Frage nach der Nachhaltigkeit der Arbeitsverhältnisse und der Lebenssituation der Arbeitnehmer mit geistiger Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei wird umfassend deren Lebensqualität unter Einbeziehung weiterer Lebensbereiche wie Freizeit und Wohnen in den Blick genommen.
Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner

Telefon:
089 2170-2270
Fax:
089 2170-2815

Leitfaden und Materialien

Einzelheiten zu Phasen, Verlauf und Inhalten sind dem Leitfaden zu entnehmen, der zum Download zur Verfügung steht. Ebenso werden an dieser Stelle zusätzliche Materialien und Dokumente zu den Maßnahmen angeboten.