Schulversuch: „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt“ in Bayern

Durch „Experimentierklauseln“ im Alten- sowie im Krankenpflegegesetz wurde den Berufsfachschulen für Altenpflege, für Krankenpflege sowie für Kinderkrankenpflege im September 2004 die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen des Schulversuchs „Erprobung neuer Ausbildungsangebote in Pflegeberufen“ schuleigene integrierte, integrative oder generalistisch ausgerichtete Ausbildungskonzepte zu entwickeln und bei der Durchführung Erfahrungen zu sammeln. Dieser Schulversuch läuft mit den Prüfungen im Sommer 2012 aus. Die Erfahrungen münden nun in den seit dem Schuljahr 2010/11 laufenden Schulversuch „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt“ in Bayern. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich zu Beginn der Ausbildung für den Schwerpunkt Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Gemeinsame Lernziele sind, unabhängig vom gewählten Schwerpunkt, in der generalistischen Ausbildung für alle gleich, das heißt, sie umfassen alle Altersgruppen – Kinder, Erwachsene und alte Menschen. Darüber hinaus sind je nach Schwerpunkt in den Lernfeldern zusätzliche Differenzierungs­stunden vorgesehen.
Die Berufsfachschulen, die an diesem Schulversuch teilnehmen, vergeben einen Berufsabschluss (entweder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege) sowie ein zusätzliches Zertifikat, das die generalistische Ausrichtung beschreibt und bestätigt.
Grundlage des Schulversuches ist das Konzept zum Schulversuch „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt“ in Bayern in Verbindung mit der KMBek vom 02.02.2012 (Az.: VII.5-5 S 9202.15-3-7a.53656), welche am 27.03.2012 im Amtsblatt der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst (KWMBl 2012/6) veröffentlicht wurde.

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